Vivar del Cid zwischen Cid-Geschichte und Kulturwegen
File:View from our room Casa Rural, Vivar del Cid (48853439046).jpg
Foto: Jelger via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Vivar del Cid trägt seine historische Bedeutung sichtbar im Ortsbild und in den Wegen, die hier ihren Anfang nehmen. Der Ort wurde durch das Decreto 203/1993 vom 25. August 1993 als Bien de Interés Cultural in der Kategorie „historische Stätte“ anerkannt. Zugleich liegt Vivar del Cid im Tal des Flusses Ubierna, dessen Lauf mit Mühlen und Erinnerungsorten verbunden ist. So treffen Landschaft, mittelalterliche Überlieferung und die Geschichte des Cid auf engem Raum zusammen.
Der Camino del Cid beginnt in Vivar del Cid. Laut dem Cantar de Mio Cid zog der Cid von hier ins Exil und erhielt den Befehl, Kastilien zu verlassen. Auch die Wanderroute El Destierro führt von Vivar del Cid in der Provinz Burgos nach Atienza in der Provinz Guadalajara. Für Radreisende gibt es eine Straßenrad-Version mit einer 12 Kilometer langen Prologetappe von Vivar del Cid nach Burgos. Unterschiedliche Streckenformen machen den Ort damit zu einem markanten Ausgangspunkt für Etappenplanung und kulturgeschichtliche Wege.
Cid-Erinnerungen und sakrale Kunst
Am Beginn der Route steht neben einer alten Mühle das Skulpturdenkmal mit der Aufschrift „Legua Cero“, das den symbolischen Anfang des Weges markiert. Der Molino del Cid ist ein kleines Cid-Museum an der Legua 0 von Vivar del Cid. In der Calle del Destierro erinnert außerdem eine Cid-Statue an die Figur: Sie stammt vom valencianischen Künstler Francisco Catalá Blanes, der die Gussform 1963 an die Junta Vecinal de Vivar übergab. Das Monumento al Cid Campeador ergänzt diese Orte mit einer lebensgroßen Bronzestatue, einer Wasserfläche und einem Kalksteinblock, auf dem die Silhouetten zweier Reiter zu sehen sind.
Die Iglesia de San Miguel verbindet mehrere historische Ebenen. Sie ist im Stil der Flamboyant-Gotik errichtet und weist Elemente der Renaissance und des Barock auf. Durch Ausgrabungen wurde bei der Kirche eine Nekropole aus dem Zeitraum vom 11. bis zum 13. Jahrhundert entdeckt. Am Eingang steht ein stark abgenutztes Taufbecken mit romanischem Erscheinungsbild; seine Herkunft ist unbekannt. Im Convento de Nuestra Señora del Espino befindet sich ein gotisches, polychromes Holzbildnis der Santa Clara aus dem Jahr 1251.
Manuskript, Mühlen und Kulturwege
Das Convento de Santa Clara wurde Ende des 15. Jahrhunderts gegründet und bewahrte das Manuskript des Cantar de Mio Cid auf. Im Convento de Nuestra Señora del Espino befindet sich die Truhe, in der dieses Manuskript aufbewahrt wurde. Der Zugang zu dem Kloster mit der Cantar-Truhe ist eingeschränkt; wer eine Besuchsmöglichkeit prüfen möchte, muss vorher telefonisch anrufen. Am Lauf des Flusses Ubierna wurden mehrere Getreidemühlen errichtet, die vermutlich der Familie Rodrigos gehörten. Der ehemalige Wassertank von Vivar del Cid wurde zu einem Aussichtspunkt umgebaut.
Vivar del Cid ist außerdem Teil eines ausgeschilderten und erläuterten Kulturitinerars, das den letzten Reiseweg Karls V. in Richtung Extremadura thematisiert. Als ergänzender Orientierungspunkt im Umfeld gilt das Castillo de Sotopalacios: Es befindet sich in Privatbesitz und organisiert keine Besichtigungen. Für die Verbindung zwischen Vivar del Cid und Burgos bietet ALSA montags bis sonntags eine recht breite Möglichkeit für die Hin- und Rückfahrt; den passenden Fahrplan sollte man vorab bestätigen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Quintanilla Vivar.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
