Montesclaros zwischen Kalköfen, Sierra und Festen
Montesclaros zwischen Baugeschichte und Landschaft
Montesclaros verbindet eine markante Geschichte des Kalksteins mit Bauwerken und Festen, die dem Ort einen eigenen Charakter geben. Die Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios stammt aus dem Jahr 1552. Ihr Turm wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil aus Haustein errichtet. Ebenfalls im 15. Jahrhundert entstand der Rollo de Justicia im spätgotischen Stil. Zusammen mit den örtlichen Traditionen entsteht so ein Bild, in dem religiöse, historische und gemeinschaftliche Themen eng nebeneinanderstehen.
Wege durch Dehesa, Kiefern und ehemalige Kalkstätten
Für eine landschaftliche Annäherung steht die PR-TO 26 Ruta de los Caleros zur Verfügung: Der Rundweg ist 7,96 km lang und weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf. Die Ruta de Los Caleros führt durch ehemalige Stätten der Kalksteingewinnung und -verarbeitung zu Kalköfen und Dolomitsteinbrüchen. Dabei verläuft sie durch eine baumreiche Dehesa- und Kiefernlandschaft östlich der Sierra de San Vicente. Die Route verbindet damit die sichtbaren Spuren der früheren Kalkarbeit mit einer waldreichen Umgebung.
Die weißen dolomitischen Marmorbrüche von Montesclaros wurden hauptsächlich für die Kalkindustrie genutzt. Ihre Geschichte reicht zugleich bis nach Madrid: Aus den Brüchen wurden 1780 und 1781 die Blöcke für die Brunnen La Cibeles beziehungsweise Neptuno gewonnen. Auch die mögliche Entstehung der Siedlung steht mit diesem Handwerk in Verbindung, denn sie könnte durch die Nutzung der örtlichen Kalköfen, der sogenannten caleras, entstanden sein. Einen weiteren historischen Bezug bildet der Pozo romano, ein Brunnen in typisch römischer Bauweise aus Granitblöcken. Sein Ursprung und seine Datierung sind ungewiss.
Wandern und alte Wassermühlen
Eine zweite Route richtet den Blick auf das Wasser und die Natur: Die Ruta de los Molinos de Montesclaros führt zu alten Wassermühlen und durch landschaftlich reizvolle Naturgebiete. Die Lage von Montesclaros in der Sierra de San Vicente bietet Möglichkeiten zum Wandern. So stehen mit der Ruta de los Caleros und der Ruta de los Molinos zwei unterschiedlich geprägte Wege im Mittelpunkt: Die eine folgt ehemaligen Kalkstätten und führt durch Dehesa- und Kiefernlandschaft, die andere verbindet alte Wassermühlen mit Naturgebieten.
Feste mit örtlicher Tradition
Zum Jahreslauf gehören mehrere Bräuche und Feiern. Zur Feier von San Sebastián am 20. Januar werden am Abend im Centro Social Wein, Chorizo und Käse an alle Interessierten ausgegeben. Los Huevos ist ein traditionelles Fest am Ostersonntag, bei dem die Quintos leere Eierschalen an geflochtenen Broten aufhängen. Der Brauch El Leño am 4. Februar umfasst das abendliche Anzünden eines Holzscheits durch die Quintos auf dem Platz; dort wird zugleich ein Imbiss ausgegeben. Am 5. Februar werden Santa Águeda und El Leño begangen. Nuestra Señora de los Remedios wird am 15. August gefeiert.
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