Los Navalmorales: Kirchen, Feste und Wege durch die Berglandschaft
Natur und Wanderwege rund um Los Navalmorales
Los Navalmorales zeigt seinen Charakter dort, wo Berglandschaft und Ortsgeschichte aufeinandertreffen. Die Ruta del Boquerón de los Navalmorales ist ein Wanderweg durch die umliegende Berglandschaft und bietet weite Naturpanoramen. Zugleich gehört Los Navalmorales zum Einflussbereich des Nationalparks Cabañeros, der für mediterrane Bergwälder und seine biologische Vielfalt bekannt ist.
Auch der Sendero El Calancho ist als Wanderroute in Verbindung mit Los Navalmorales ausgewiesen. Die Bauwerke im Ort bilden den kulturellen Schwerpunkt. So können Sie Ihre Zeit zwischen der Ruta del Boquerón durch die Berglandschaft und einer näheren Beschäftigung mit den religiösen und historischen Zeugnissen von Los Navalmorales aufteilen.
Kirchen und religiöse Bauwerke
Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Antigua stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das dreischiffige Gebäude erhielt seine Hauptkapelle und Seitenkapellen ab 1593, als mit deren Bau begonnen wurde. Der Kirchturm ist ein Bauwerk des 17. Jahrhunderts in herrerianischer Tradition und als „buena moza“ bekannt. Damit vereint die Pfarrkirche mehrere klar unterscheidbare Baumerkmale und Zeitstufen, die sich bei einem kulturhistorisch interessierten Rundgang durch Los Navalmorales als eigene Stationen betrachten lassen.
Zu den weiteren religiösen Gebäuden gehört die Ermita de los Remedios. Sie ist das älteste religiöse Gebäude des Ortes und wurde am 2. Oktober 1579 eingeweiht. Ihr rechteckiges Schiff besteht aus Bruchsteinmauerwerk und Ziegeln. Die Ermita de San Antonio ist in zwei Schiffe geteilt, die durch drei Rundbögen voneinander getrennt sind.
Brunnen, historische Spuren und Feste
Auch kleinere Denkmäler gehören zum kulturellen Bild des Ortes. Die Fuente de los Seis Caños ist ein barocker Brunnen aus dem 17. Jahrhundert. Vom ehemaligen Convento de Capuchinos sind Reste seiner ursprünglichen Mauern erhalten. Der frühere Charakter des Konvents bleibt dabei ausdrücklich Teil seiner Geschichte: Erhalten sind Mauern des ehemaligen Bauwerks, nicht eine gegenwärtige Klosteranlage. Eine weitere markante Spur ist eine 1665 errichtete Säule mit der Inschrift „EN DOS DE JVLIO DE 1665 AÑOS“. Sie steht heute an einem Kreisverkehr, an dem die Straßen Olivares, Numancia, Virgen de la Asunción, don Caralipo Pérez de Vargas und Colombia zusammentreffen.
Die Patronatsfeste zu Ehren des Santísimo Cristo de las Maravillas fanden vom 12. September bis zum 17. September statt. Zum Programm gehörten unter anderem eine feierliche Messe und eine Prozession zu Ehren des Cristo de las Maravillas. Traditionell wurde außerdem die Feria de Arte y Artesanía Jara y Montes de Toledo Mitte August veranstaltet; 2009 fand sie vom 13. August bis zum 16. August statt. Diese Feria war als offizielle Handelsmesse von Castilla-La Mancha eingestuft und umfasste mehr als fünfzig Kunsthandwerker. Für die zeitliche Einordnung der Veranstaltungen sind sowohl die traditionelle Mitte-August-Angabe als auch das konkrete Jahr 2009 wichtig.
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