El Membrillo – Geschichte, Natur und Feste

El Membrillo bewahrt historische Spuren aus mehreren Epochen. Zwei in El Membrillo erhaltene Verraco-Skulpturen gelten als Zeugnisse der iberisch-keltischen Besiedlung. Am Cerro del Castillo nahe dem Tajo belegen archäologische Funde eine spätere iberisch-römische Besiedlung. Damit stehen an diesem Ort steinerne Zeugnisse und archäologische Fundstellen für unterschiedliche Abschnitte seiner frühen Geschichte.

Geschichte und sakrale Kunst

Die Iglesia Parroquial von El Membrillo stammt aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Zu ihrem Bestand gehört ein weißsilbernes Kreuz, das im plateresken Stil gestaltet ist und gotische Reste aufweist. Die unterschiedlichen Formelemente verbinden dabei eine kunsthistorische Einordnung mit sichtbaren Spuren älterer Gestaltung.

Seit dem 16. Jahrhundert war El Membrillo eine Alquería von Las Herencias. Eine weitere historische Einzelheit befindet sich in der Iglesia de San Sebastián: Ihre Taufeinrichtung soll nach Einschätzung von Experten aus dem 12. Jahrhundert stammen.

Die kirchlichen Zeugnisse verteilen sich damit auf die Iglesia Parroquial und die Iglesia de San Sebastián. Während die eine Kirche durch Bauzeit und Kreuz kunsthistorisch hervortritt, verweist die andere mit ihrer Taufeinrichtung auf ein deutlich früheres Jahrhundert. Die Bezeichnung als Alquería von Las Herencias ergänzt diese sakralen Spuren um die historische Zugehörigkeit des Ortes.

Landschaft und Wege

El Membrillo liegt in einer flachen Landschaft mit Steineichen, Zistrosen und Wasserläufen. Die niedrigen Erhebungen El Carrasco und Cerro Molina liegen in der Umgebung des Ortes. Mit ihnen sind Möglichkeiten zum Wandern und für Panoramablicke verbunden. Die Landschaft wechselt damit zwischen ebenen Bereichen und einzelnen Erhebungen, die als markante Punkte des näheren Umfelds hervortreten.

Im Umfeld von El Membrillo liegt die Dehesa de Mecachón. Das Gebiet weist einen Unterwuchs aus Steineichen und Zistrosen auf. Auch die von Wasserläufen und üppiger Flora geprägte Umgebung von El Membrillo eignet sich zum Wandern. Wasser, Gehölze und Pflanzenbestand prägen dabei die natürliche Ausstattung des Umfelds, während El Carrasco und Cerro Molina die genannten Aussichtspunkte bilden.

Die Landschaft verbindet offene, flache Partien mit den niedrigen Erhebungen im näheren Umfeld. In der Dehesa de Mecachón tritt der Unterwuchs aus Steineichen und Zistrosen besonders als eigenes Landschaftsmerkmal hervor. Wasserläufe und üppige Flora gehören zugleich zu den prägenden Elementen der Umgebung, in der die genannten Wander- und Panoramamöglichkeiten liegen.

Feste im Jahreslauf

Der Día del Cristo wurde am ersten Sonntag im September gefeiert. Zu diesem Fest gehörte ein Umtrunk, bei dem die vier jeweiligen Mayordomos ausschließlich Aperitifs anboten.

Zum Día del Cristo gehörte außerdem eine Versteigerung der vier hölzernen Tragarme, die das Christusbild halten.

Die Patronatsfeste zu Ehren von San Sebastián fanden vom 19. bis 21. Januar statt.

Die überlieferten Festbräuche verbinden den Día del Cristo mit einem Umtrunk und einer Versteigerung. Bei der Versteigerung standen die vier hölzernen Tragarme im Mittelpunkt, während der Umtrunk durch das Angebot der jeweiligen Mayordomos geprägt war. Der Festkalender nennt dafür den ersten Sonntag im September und für San Sebastián den Zeitraum vom 19. Januar.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Las Herencias.

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