Selas: Steinarchitektur, Geopark und das Tal des Río Mesa
File:Formaciones rocosas, Selas, Guadalajara, España, 2016-01-05, DD 21.JPG
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Selas zwischen Steinarchitektur und Río Mesa
Selas zeigt seinen Charakter im Ortsbild: Traditionelle Steinarchitektur prägt die Gemeinde, und die Gebäude sind an das raue Klima der Hochebene angepasst. Zugleich liegt Selas im Gebiet des UNESCO Global Geoparks Molina-Alto Tajo. Das Umland ist von ausgedehnten Kalkstein-Hochebenen und Wacholdervegetation geprägt. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein Ort, an dem Architektur und Landschaft eng nebeneinanderstehen: Die steinernen Formen gehören zum Ortsbild, während Hochebenen und Wacholdervegetation den landschaftlichen Rahmen der Gemeinde bestimmen.
Das Tal des Río Mesa und seine Geologie
Selas liegt am Hang des Tals, das in Richtung Anquela verläuft, wo der Río Mesa entspringt. Das Tal des Río Mesa beginnt an der Quelle des Flusses Mesa in der Gemeinde Selas in Guadalajara. In Sedimentformationen aus Trias, Jura und Tertiär eingeschnitten, zeigt das Tal an seinen steilen Hängen vielfältige stratigrafische Details. Die Geologie gehört damit unmittelbar zur Beschreibung des Talraums: Sedimentformationen und stratigrafische Details bestimmen sein Relief.
Der Río Mesa führt durch enge Schluchten und fruchtbare Auen bis zur Gemeinde Carenas. In den Bergen rund um das Tal dominieren Wacholderwald und Buschland; dazwischen liegen Bestände von Steineichen. An den felsigen Höhen rund um das Tal des Río Mesa brüten Gänsegeier. So umfasst der Naturraum unterschiedliche Landschaftsbilder, vom schmalen Schluchtabschnitt über offene Auen bis zu bewachsenen und felsigen Höhen.
Baugeschichte und regionale Kultur
Auch die Baugeschichte ist im Ort präsent. Die Kirche Iglesia Parroquial de la Virgen de la Minerva stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Ihr Hauptaltar enthält ein barockes Retabel. Hinzu kommen mehrere molinesische Herrenhäuser aus Stein. Quadermauerwerk an den Ecken und Keilsteine über den Portalen geben diesen Häusern markante architektonische Details. Kirche und Herrenhäuser setzen damit einen kulturellen Schwerpunkt, der die Naturthemen des Río-Mesa-Tals um die lokale Baukultur ergänzt.
Routen durch das Señorío de Molina
Wer Selas in eine größere Landschaftsplanung einordnet, kann seine Lage in eine kulturelle und natürliche Route durch das Señorío de Molina einbinden. Durch das Tal des Río Mesa verläuft die Georuta nº11 des Geoparque Comarca de Molina – Alto Tajo. Für die Anreise ist Selas über die A-2 erreichbar: An der Ausfahrt 135 bei Alcolea del Pinar folgt man der N-211 in Richtung Molina de Aragón. Damit treffen in Selas ein konkreter Georuta-Verlauf, die Anreise über die genannten Straßen und die Einbindung in das Señorío de Molina aufeinander.
Zum kulturellen Jahreslauf gehören die Augustfeste von Selas, zu denen die Feierlichkeiten zu San Roque zählen. Dieser Festbezug ergänzt Steinarchitektur, Kirchenbau und Geologie um eine festliche Tradition.
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