La Puerta: Romanik, Brücken und Wege

Kultur

In La Puerta steht eine einschiffige Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert mit halbkreisförmiger Apsis. Ihr Portal öffnet sich an der Südwand und besitzt fünf halbkreisförmige Archivolten. Drei davon zeigen Stabwerk oder Zickzackornamente im für die kastilische Romanik typischen Stil. Zur Ausstattung gehört ein getriebenes Prozessionskreuz aus Silber, das Mitte des 16. Jahrhunderts vom aus Cuenca stammenden Goldschmied Francisco Becerril geschaffen wurde. Mittelalterliche Grundform, romanische Portalgestaltung und ein später entstandenes Silberwerk prägen damit die sakrale Baukunst des Ortes. Der Blick auf das Portal und die liturgische Ausstattung führt von der Baugestalt des Mittelalters zu einem einzelnen kunsthandwerklichen Werk der Renaissancezeit.

Die mittelalterliche Brücke von La Puerta zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Brücken der Alcarria. Die Brücke über den Arroyo de la Solana ist römischen Ursprungs, besitzt einen einzigen Rundbogen und hat auf beiden Seiten steinerne Geländer. Die verfallene Ermita de Santa Ana liegt links an der Straße nach Trillo. Bei der Ermita de Montealeja steht nur noch das Kapellengebäude; das frühere Haus des Betreuers, die Herberge und die Stallungen sind eingestürzt. Pfarrkirche, Brücken und Ermitas stehen so für unterschiedliche Formen des baulichen Erbes in La Puerta. Für Kulturinteressierte bilden Pfarrkirche, mittelalterliche Brücke und die beiden Ermitas verschiedene historische Motive zwischen sakraler Architektur, Verkehrswegen und erhaltenen beziehungsweise verfallenen Bauten.

Landschaft

Der Cerro de las Piedras ist das markanteste Landschaftsmerkmal von La Puerta. Der felsige Grat schützt den Ort vor den Westwinden. La Puerta liegt in einem kleinen Tal am Arroyo de la Solana, dessen Wasser im Stausee Entrepeñas in den Tajo abfließt. Höhenzug, Tal und Wasserlauf geben der Umgebung klar unterscheidbare geografische Konturen.

Für kulturgeschichtlich Interessierte gehören in La Puerta die Pfarrkirche, die Brücken und die Ermitas zu den eigenständigen Themen. Landschaft und Bewegung erscheinen hier an Cerro de las Piedras, Arroyo de la Solana und den Routen zu den Einsiedeleien. Wer sich für Landschaftsräume interessiert, begegnet in La Puerta damit einem felsigen Grat, einem Tal mit Wasserlauf und benannten Wegen zu Sakralbauten.

Wege

Im letzten Abschnitt der Route Meandros del Tajo verläuft die Strecke im Gebiet von La Puerta durch Los Casares und El Rabo de la Sartén zur Ermita de Montealejo. Die Route führt damit durch benannte Landschaftsbereiche und endet bei einem konkreten Sakralbau.

Der Weg zur Ermita de Montealeja ist 16,2 km lang, dauert etwa fünf Stunden und kann zu jeder Jahreszeit begangen werden. Auf der Route ab La Puerta wird die Ermita de Montealeja nach 8,1 km erreicht. Die betreffende Route bietet zwei Möglichkeiten: zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Auf der Etappe Viana de Mondéjar–Cifuentes führt ein Abzweig hinunter nach La Puerta. Dadurch erscheint der Ort auch als Station innerhalb einer längeren Etappe.

Anreise

Nach dem Abbiegen von der N-204 führt die Zufahrt über die CM-2015 bis zu Kilometer 14 nach La Puerta.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trillo.

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