Espinar: Schieferhäuser, Kirchen und Wanderwege

File:El Espinar (Campillo de Ranas) - 001 (30676072106).jpg File:El Espinar (Campillo de Ranas) - 001 (30676072106).jpg Foto: Luis Rogelio HM via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

El Espinar liegt auf einem von bewachsenen Schluchten und Obstgärten umgebenen Hügel. Schon diese Verbindung aus Höhenlage, bewachsenen Einschnitten und kultivierter Landschaft gibt dem Ort einen klaren ländlichen Charakter. Von El Espinar aus bieten sich schöne Ausblicke über das Tal des Flusses Jarama. Wer Sie auf Ihrer Reise durch das spanische Hinterland begleitet, findet hier daher Landschaft und gebaute Tradition in engem räumlichem Zusammenhang.

Wanderwege rund um El Espinar

El Espinar ist in zwei Wanderverbindungen eingebunden. Die erste Etappe des GR 60 verläuft über Campillejo, El Espinar und Roblelacasa und endet in Campillo de Ranas. Der Verlauf führt damit durch mehrere Dörfer und bindet El Espinar in diesen Abschnitt des GR 60 ein, ohne dass El Espinar der Endpunkt dieser Strecke ist. Der Rundwanderweg PR-GU 09 ist 9 km lang und verbindet die Dörfer Roblelacasa und El Espinar mit den Pozos del Aljibe.

Schwarze Architektur im Ortsbild

El Espinar gilt als eine der bedeutendsten Referenzen der Schwarzen Architektur. Charakteristisch sind die traditionellen Wohnhäuser mit Dächern aus großen Schieferdachflächen. Auch die Eingänge dieser Häuser sind durch Vorbauten und Tejaroces geschützt. Am Ortseingang befindet sich außerdem ein kleines überdachtes Waschhaus über einem von Schieferplatten eingefassten Becken. Für Ihren Rundgang ergeben sich so mehrere konkrete Details, an denen sich die besondere Bauweise des Ortes ablesen lässt: Schiefer prägt Dächer, Einfassungen und Teile der örtlichen Architektur.

Kirche und dörfliche Details

Ein weiterer markanter Bau ist die Pfarrkirche von El Espinar. Sie ist aus Schiefermauerwerk errichtet und verfügt über einen Glockengiebel mit einer Öffnung für die Glocke. Der Eingang der Pfarrkirche wird durch einen überdachten Vorbau geschützt, der aus der Verlängerung des Daches gebildet wird. Zusammen mit den Wohnhäusern und dem Waschhaus bildet die Kirche eine Folge von Bauformen, bei denen Schutz, Material und Dachgestaltung sichtbar miteinander verbunden sind. Sie können dabei auf kleine architektonische Unterschiede achten, statt den Ort nur über einzelne Sehenswürdigkeiten zu betrachten.

Hügel, Flusstäler und Bergmassiv

Oberhalb von El Espinar und Roblelacasa erhebt sich der Cerro del Jaralón mit mehr als 1.000 Metern Höhe. Auf der anderen Seite des Bergmassivs liegt der Río Jaramilla. Damit stehen am Ort sowohl der Blick über das Tal des Jarama als auch die benachbarte Berglandschaft im Mittelpunkt. Die Landschaftsbezüge bleiben dabei klar voneinander unterschieden: Der Jarama ist mit den Ausblicken von El Espinar verbunden, während der Río Jaramilla jenseits des Bergmassivs liegt.

Anfahrt nach El Espinar

El Espinar erreichen Sie über die CM-101 bis Humanes, anschließend über die CM-1004 bis Tamajón und schließlich über die GU-186; dabei passieren Sie Campillejo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Campillo De Ranas.

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