Nohales: Wanderwege, Kulturerbe und historische Wege
Wege durch Landschaft und Geschichte
Nohales ist durch mehrere Wege eng mit der Landschaft und der Geschichte rund um Cuenca verbunden. Ein ausgeschilderter, insgesamt 28,7 Kilometer langer Abschnitt des Camino de la Lana beginnt in Mohorte und verläuft durch die Gebiete von La Melgosa, Cuenca, Nohales und Tondos. Dadurch begegnet Ihnen rund um den Ort ein Wegenetz, in dem historische Verkehrsverbindungen und heutige Wanderrouten nebeneinanderstehen. Die Landschaft lässt sich dabei nicht nur über ihre Wegverläufe, sondern auch über ihre überlieferten Nutzungen verstehen.
Ruta 12 ab Nohales
Besonders unmittelbar mit dem Ort verbunden ist die Ruta 12 „Nohales. Por cañadas y lomas“. Der 11 Kilometer lange Rundweg startet in Nohales und führt zu einem Abschnitt der Cañada Real de Rodrigo Ardaz. Bei Kilometer 2,6 erreicht die Route diese historische Viehtrasse und verläuft anschließend etwa 1,5 Kilometer durch deren Umfeld. Dieser Streckenabschnitt erinnert an die Bedeutung der Cañada Real als mittelalterliche Verkehrsader für Cuenca.
Die Orientierung der Ruta 12 ist durch ihre Rückkehr zum Ausgangsort geprägt: Nachdem sie erneut die Straße CM-2110 überquert und den Arroyo del Puente passiert hat, schließt sie an den Zufahrtsweg zum Ortskern an. So bildet der Rundweg eine klar beschriebene Verbindung zwischen Nohales, den Hängen und den historischen Wegen des näheren Gebiets.
Transhumanz und historische Verbindungen
Die Cañada Real de Rodrigo Ardaz wurde von der transhumanten Viehwirtschaft genutzt und steht mit der historischen Ruta de la Lana in Verbindung, die daraus hervorging. Auch andere Wege im Gebiet von Nohales tragen eine besondere Geschichte. Der Camino del Rey verläuft durch das Gebiet des Ortes und wurde von Fernando VII. und seinem Gefolge auf Reisen von der Madrider Hofresidenz in Richtung des Balneario del Solán de Cabras genutzt.
Durch das Gebiet von Nohales verläuft außerdem der Camino de Arcos. Er wurde zum Transport des hochwertigen Steins aus den Steinbrüchen von Arcos genutzt, der für den Bau der Kathedrale von Cuenca verwendet wurde. Die beschriebenen Bauten, die Gipsbrennöfen ähneln, verweisen auf eine weitere überlieferte Arbeit: In ihnen wurde aus Kalkstein durch einen zwei- bis dreitägigen Brennvorgang Kalk gewonnen.
Ortsgeschichte und lokales Kulturerbe
Nohales entstand als Siedlung durch die Wiederbesiedlung des Alfoz der Stadt Cuenca nach der von christlichen Truppen unter Führung des kastilischen Königs Alfonso VIII. betriebenen Rückeroberung. Zur örtlichen Identität gehört heute besonders die dem Santo Cristo de la Salud gewidmete Kirche. Sie gilt als herausgehobenes lokales Kulturerbe von Nohales und als Symbol der örtlichen Identität.
Auch die Patronatsfeierlichkeiten zu Ehren des Santísimo Cristo de la Salud gehören zum kulturellen Charakter des Ortes. Dazu zählen eine Prozession und eine Messe zu Ehren des Cristo de la Salud, des Schutzpatrons von Nohales. In Verbindung mit den historischen Wegen entsteht so ein Ortsbild, in dem religiöse Tradition, Siedlungsgeschichte und die Nutzung der Landschaft auf engem thematischem Raum zusammengehören.
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