Castillo de Garcimuñoz: Festung, Geschichte und Wanderwege

File:Castillo de Garcimuñoz (23873276137).jpg File:Castillo de Garcimuñoz (23873276137).jpg Foto: santiago lopez-pastor from España via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Festung und Kirchen

Castillo de Garcimuñoz verbindet eine öffentlich zugängliche Festung mit markanten Spuren sakraler Geschichte. Bei einem Besuch können Sie den Burghof besichtigen. Das historische Ensemble von Castillo de Garcimuñoz ist als Bien de Interés Cultural (BIC) geschützt.

Die Kirche San Juan Bautista wurde ab 1663 südlich des herrschaftlichen Schlosses errichtet und 1708 eingeweiht. Sie besitzt ein barockes Retabel; unter der Kalkschicht sind Wandmalereien mit Pflanzenmotiven sichtbar. Auf dem Cerro de San Juan befinden sich die Überreste der alten Kirche San Juan: ein nur teilweise sichtbarer Seitenmauerrest, ein spitzbogiges gotisches Portal und eine polygonale Apsis. Der Cerro de San Juan ist heute eine gärtnerisch gestaltete Erholungsfläche.

Wege durch den Ort und die Landschaft

Für eine kürzere Wanderung bietet sich die Ruta de las Fuentes y los Pozos SL-CU 09 an. Sie ist 6,5 Kilometer lang, kreisförmig angelegt und weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf. Der Sendero de Las Cuerdas, PR-CU 124, ist ein markierter Wanderweg. Er führt vom Ortskern nach Süden über den Monte de Las Cuerdas, einen dichten Kiefernwald.

Auch die Quelle gehört zu den konkreten Ausflugszielen: Ihre unterirdischen Galerien sind derzeit besuchbar. Historisch war die Quelle ein Rast- und Treffpunkt an Wegen, die das kastilische Binnenland mit der Levante und den Wegen der Mesta verbanden. Das Quellgelände wurde um 1998 als Erholungsfläche neu ausgerichtet.

Literatur, Klostergeschichte und Erinnerungsorte

In der Calle del Arco befindet sich das Geburtshaus des Schriftstellers Ignacio Garcia Malo. Das Real Monasterio de Agustinos wurde von Infante Don Juan Manuel und Infanta Constanza de Aragón gegründet. Die Kirche des Convento de San Agustin war gotischen Stils und hatte drei Schiffe; das Convento bewahrt noch heute Bögen des Kreuzgangs. Castillo de Garcimuñoz ist außerdem eine Station der Route „Tras las Coplas de Jorge Manrique“. Am Camino de la Nava steht die Cruz de Don Jorge, ein Gedenkmonolith etwa 3 Kilometer vom Castillo entfernt, an dem Jorge Manrique tödlich verwundet wurde.

Feste mit historischem und lokalem Bezug

Der Jahreslauf umfasst mehrere eigenständige Termine. Die Jornadas manriqueñas finden jedes Jahr im April abwechselnd in Castillo de Garcimuñoz, Santa María del Campo Rus und Uclés statt. Am 9. November gibt es jedes Jahr einen Gedenk- und Verbundenheitstag zwischen Albacete und Castillo de Garcimuñoz. Das San-Juan-Fest umfasst am 24. Juni eine Wallfahrt mit dem Heiligen zu den Überresten der alten Kirche San Juan auf dem Cerro de San Juan. Zu San Antón am 17. Januar gehört ein gastronomisches Matanza-Fest mit der Herstellung von Chorizos. Jueves Lardero ist eine gastronomische Feier am Donnerstag vor Aschermittwoch, die den Karneval einleitet und vor der Fastenzeit stattfindet.

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