Liétor: Río Mundo, Schluchtenblick und sakrale Kunst
File:Museo Parroquial de la Iglesia. Candiles hispanomusulmánes hallados en Lietor.jpg
Foto: TitaVi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Liétor zwischen Flusslandschaft und Kultur
Liétor verbindet eine markante Flusslandschaft mit konkreten Zeugnissen sakraler Kultur. Bei der Presa del Azud am Río Mundo lässt sich Wasser beobachten; mit etwas Glück sehen Sie Reiher und flussaufwärts springende Forellen. Von der Fußgängerbrücke Pilancón bietet sich ein Blick auf den tiefen Canyon des Río Mundo, die terrassierten kleinen Gartenflächen, die angrenzenden Wälder und die nahe gelegenen markanten Felsformationen.
Wanderwege mit unterschiedlichen Anforderungen
Wer Liétor zu Fuß erkunden möchte, findet im Abschnitt Ayna–Liétor des GR-67 eine anspruchsvolle Route. Der Abschnitt ist 15,48 km lang, weist 427 Höhenmeter auf, hat einen hohen Schwierigkeitsgrad und besitzt historischen sowie landschaftlichen Wert. Die Kombination aus Distanz und Höhenmetern macht den Umfang dieser Wanderung für die eigene Planung unmittelbar einschätzbar. Kürzer und leichter ist der Rundweg LI-01 Presa Bermeja–Presa del Azud: Die Route misst 4,12 km, weist 111 Höhenmeter auf, folgt dem Río Mundo und eignet sich für Familien.
La Tirolina auf der Brücke Pilancón
Eine weitere konkrete Erfahrung ist La Tirolina, die auf der Fußgängerbrücke Pilancón vollständig in das Stadtgebiet von Liétor integriert ist. Bei der Fahrt geht es 300 Meter hin und 300 Meter zurück; jeder Flug dauert ungefähr 45 Sekunden. Der Ausgangspunkt liegt damit an einem Ort, der zugleich den Blick auf den Canyon, die Gärten, Wälder und Felsformationen eröffnet.
Wandmalereien in der Ermita de Belén
Zu den wichtigsten Kulturzielen gehört die Ermita de Nuestra Señora de Belén de Liétor, die 1570 erbaut wurde. Sie besitzt ein außergewöhnliches Ensemble volkstümlicher Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert, das in seinem Stil als das beste Spaniens gilt. Für den Besuch müssen Sie die Oficina de Turismo de Liétor kontaktieren, die die Führungen durchführt. Die Ermita verbindet somit ein klar datiertes Bauwerk mit einem außergewöhnlichen Bestand an Wandmalereien und einem ausdrücklich begleiteten Besuch.
Kirchengeschichte und Sammlungen
Auch die Iglesia de Santiago Apóstol führt durch mehrere Epochen: Sie wurde im 18. Jahrhundert über einem mittelalterlichen Vorgängerbau errichtet und bewahrt einen gotischen Turm aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren der Pfarrkirche von Liétor befindet sich eine in fünf Säle gegliederte Sammlung. Zu ihr gehören sakrale Kunst, lokale Archäologie und religiöse Kunst; im oberen Bereich liegt eine ethnografische Sammlung.
Unter dem Hauptaltar der Kirche in Liétor befindet sich eine Krypta. Dort sind 20 unversehrte Körper von Ordensleuten und Wohltätern des Konvents mit ihrer ursprünglichen Kleidung erhalten.
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