Tudes – Geschichte und Wanderwege
Unterkünfte in Tudes
Tudes erhielt im Jahr 2010 den mit 150.000 Euro dotierten Preis „Pueblo de Cantabria“. Verliehen wurde die Auszeichnung von der Consejería de Obras Públicas, Ordenación del Territorio, Vivienda y Urbanismo. Die Jury würdigte an Tudes den Erhalt des Charakters als typisches Bergdorf, den hohen ethnografischen Wert und die außergewöhnliche landschaftliche Einbettung.
Damit stehen im Ortsbild nicht nur historische Spuren, sondern auch die Verbindung von Dorfcharakter und Landschaft im Mittelpunkt. Der ausgezeichnete Charakter als typisches Bergdorf, der ethnografische Wert und die landschaftliche Einbettung wurden ausdrücklich gemeinsam gewürdigt.
Geschichte und Tradition
Die erste historische Erwähnung von Tudes stammt aus dem Jahr 1052. Unter Beteiligung von Don Rodrigo, dem Abt von Piasca, erfolgte damals eine Grenzfestlegung und Aufteilung. Bei diesem Vorgang waren die Gebiete von Piasca, Tollo, Tudes und Porcieda betroffen.
Die historische Verbindung dieser vier Gebiete gehört damit zu den frühen überlieferten Angaben über Tudes. Sie nennt neben Tudes auch Piasca, Tollo und Porcieda und ordnet den Vorgang zeitlich in das Jahr 1052 ein.
Im Ortsteil Porcieda befinden sich die Ruinen des ehemaligen Klosters Tresantiago. In der Nähe von Porcieda liegen sie an einem strategischen Ort mit weitreichendem Überblick über die Umgebung.
Die Fiesta de Las Nieves ist eine lokale Tradition in Tudes zu Ehren der Virgen de las Nieves. Das Fest umfasst einen Tag mit zahlreichen Aktivitäten.
So verbindet die Überlieferung in Tudes eine frühe historische Erwähnung mit einer lokalen Festtradition und den Ruinen des ehemaligen Klosters in Porcieda. Die Namen Don Rodrigo, Piasca, Tresantiago und Virgen de las Nieves prägen dabei die unterschiedlichen historischen und kulturellen Bezüge.
Wanderwege
Die offizielle Route Valmeo–Porcieda–Tudes beginnt in San Andrés bei Valmeo. Von dort führt sie zum verlassenen Ortsteil Porcieda. In Tudes endet ihr Verlauf.
Die Strecke führt an Eschen und Steineichen vorbei. Weitere Gehölze gehören ebenso zu ihrem Verlauf wie Wiesen. Ein gepflasterter Abschnitt liegt zwischen großen Steineichen. An einem anderen Bereich der Route lässt sich das Tal mit Tudes überblicken.
Im Umfeld von Tudes führt der Wanderweg nach Porcieda durch den Korkeichenhain von Tolibes. Der Hain gilt als eine der natürlichen Kostbarkeiten der Comarca.
Durch das Tal von Cereceda führt ein weiterer Wanderweg. Er beginnt in Bores und verläuft über Vega de Liébana und Tollo nach Tudes. Von dort führt er bis zum verlassenen Ortsteil Porcieda.
Die genannten Wege erschließen dabei verschiedene Abfolgen von Orten: Die offizielle Route verbindet San Andrés bei Valmeo mit Porcieda und Tudes, während der Weg durch das Tal von Cereceda Bores, Vega de Liébana, Tollo, Tudes und Porcieda miteinander verknüpft.
Zu den markanten Landschaftselementen entlang der Valmeo–Porcieda–Tudes-Route zählen die Eschen, Steineichen, weiteren Gehölze und Wiesen. Hinzu kommen der gepflasterte Abschnitt zwischen großen Steineichen und der Blick über das Tal mit Tudes.
Landschaft und Ausblicke
In der Umgebung von Tudes lässt sich von einem Aussichtspunkt aus die Landschaft in Richtung Norden betrachten. Von dort aus können Sie das Tal von Liébana überblicken.
Bei fotografischen Spaziergängen in Liébana können Sie die Arbeit lokaler Erzeuger kennenlernen. Dabei lassen sich Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung entdecken.
Die Landschaftsbezüge reichen damit vom näheren Umfeld von Tudes und Porcieda bis zum Tal von Liébana und zum weiteren Gebiet der Comarca. Neben dem Aussichtspunkt nach Norden gehören auch der Korkeichenhain von Tolibes und die Arbeit lokaler Erzeuger zu den beschriebenen regionalen Eindrücken.
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