Mioño zwischen Fluss, Strand und Bergbaukultur
Unterkünfte in Mioño
Mioño zeigt seinen Charakter an der Verbindung von Flusslandschaft, Küste und Bergbaugeschichte. Der Ortskern erstreckt sich an den Ufern des Flusses Cabrera, der am Strand von Dícido mündet. Von Castro-Urdiales aus ist Mioño über die N-634 in Richtung Bilbao erreichbar. Ein Weg entlang des Flusses führt von Dícido zum Ortskern von Mioño und macht diese räumliche Beziehung als konkrete Route erlebbar.
Bergbaugeschichte an der Küste
Am Strand von Dícido wurde der Cargadero de mineral de Dícido 1896 errichtet, um Eisen aus den Minen auf Schiffe zu verladen. Die heutige Anlage entstand 1938, nachdem die frühere Anlage 1937 während des Spanischen Bürgerkriegs zerstört worden war. Seit 1996 ist der Cargadero als Kulturgut von kulturellem Interesse geschützt; zugleich gilt er als der einzige Ausleger dieser Art an der kantabrischen Küste. Der Cargadero erinnert damit an die frühere Verladung von Eisen aus den Minen auf Schiffe.
Kirche, Skulpturen und Baukultur
Auch die Iglesia de San Román trägt mehrere Zeitschichten. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; das Schiff ist in drei Abschnitte gegliedert, am rückwärtigen Ende liegt der Chor, dazu kommen eine polygonale Apsis und eine angebaute Sakristei. Zwischen 1694 und 1710 wurde die Kirche erweitert. In ihr befindet sich eine freistehende, polychrome Marienfigur aus Stein, die sich aufgrund ihrer Merkmale mit gotischen Marienfiguren in Verbindung bringen lässt. Der Kiosco de la campa de San Román wurde 1989 errichtet und erhielt für sein Design eine Auszeichnung des Colegio de Arquitectos de Cantabria. Das Monumento al Minero ist ein Werk aus Bronze der lokalen Künstler Pablo Labiano und Carlos Goitia.
Routen mit Küstenblicken und Tunneln
Für die Erkundung zu Fuß stehen mehrere benannte Verläufe im Mittelpunkt. Eine Route von Mioño nach Saltacaballos verläuft über die N-634 und bietet Ausblicke auf die Küste. Eine zweite Route von Mioño erreicht Lusa und führt am Gelände von San Román entlang. Die Vía Verde de Dícido in Mioño führt durch drei Tunnel und an einem mineralischen Verladekai vorbei. So treffen auf den Wegen Küstenblicke, das Gelände von San Román und Zeugnisse des Bergbaus aufeinander.
Strand und Erinnerungen an den Bergbau
An der Küste liegt die 350 Meter lange Playa de Mioño. Ihr Untergrund besteht aus Kieselsteinen, Kies sowie feinem, goldenem Sand. Nahe dem Strand gibt es auf dem Weg zum Cargadero in der gleichnamigen Bucht einen Bereich, in dem Hunde Zugang haben. Zur Erinnerung an die Bergbaugeschichte gehören außerdem die Skulptur Caballo und die Máquina Anita nº 6: Caballo erinnert an die Tiere, die gemeinsam mit den Menschen zum Wohlstand der Gegend durch den Bergbau beitrugen und in den Minen von Dícido ihr Leben verloren; die Maschine war dort im Einsatz und wurde 1909 von der Cía. Almena Orenstein & Koppel gebaut. Die Bergbauzeugnisse bilden eine Kulturlandschaft, die sich im östlichen Teil der Gemeinde Castro-Urdiales unter anderem bis nach Mioño erstreckt.
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