Pardollán: Romanik, Wanderwege und Landschaft
Unterkünfte in Pardollán
Romanische Baukunst, Steineichenwälder und farbige Erde prägen Pardollán. Dazu kommen Wanderwege, der Aussichtspunkt Pardollán mit Blick auf das Sil-Tal sowie Zeugnisse der Ocker- und Kalkgewinnung.
File:Presa do encoro de Penarrubia no río Sil, entre Carucedo (O Bierzo) e Pardollán (Rubiá) 1.jpg
Foto: Estevoaei via Source, CC BY-SA 4.0
Die Ermita de Santo Estevo de Pardollán
Die Ermita de Santo Estevo de Pardollán stammt aus dem 11.–12. Jahrhundert und ist eines der wenigen romanischen Beispiele im Valdeorras. Das Bauwerk ist aus lokalem Steinmauerwerk errichtet. Sein Hauptportal mit Rundbogen ist von dem charakteristischen roten Gestein der örtlichen Steinbrüche eingefasst. Wenn Sie sich für regionale Bauformen und sichtbare Materialien interessieren, bietet die Einsiedelei einen besonders konkreten Zugang zur Geschichte des Ortes: Mauerwerk, Portalform und roter Stein gehören unmittelbar zu ihrem Erscheinungsbild.
Naturpark, Höhlen und Kastanienhaine
Pardollán gehört zu den Dörfern des Naturparks Serra da Enciña da Lastra. In den Pfarrgemeinden Covas, Pardollán und Biobra konzentriert sich der größte Teil der in Galicien erfassten Höhlen; insgesamt gibt es dort rund hundert Höhlen mit Stalaktiten und Stalagmiten. Der ausgestattete Aussichtspunkt Pardollán liegt auf 540 m Höhe und bietet einen Blick auf das Sil-Tal bei Penarrubia und Pardollán. Rund um Pardollán gibt es außerdem ausgedehnte alte Kastanienhaine mit erhaltenen jahrhundertealten Bäumen.
Wanderwege rund um Pardollán
Die Ruta de la Ermita de Santo Estevo ist als Rundwanderweg 6 km lang und dauert 3 Stunden. Sie beginnt und endet am Rastplatz von Pardollán. Von dort führt die Route zur Einsiedelei durch Steineichenwälder. Auf dem Rückweg verläuft sie über den Aussichtspunkt gegenüber Penarrubia und anschließend in Richtung Pardollán zurück.
Die Wanderroute Biobra–Covas–Vilardesilva–Pardollán–Biobra verläuft im Naturpark Serra da Enciña da Lastra.
Mina de Ocre und Caleira de Pardollán
Die Mina de Ocre de Pardollán ist ein Tagebau mit einer 10 m tiefen, durchschnittlich 25 m breiten und 150 m langen Abbaugrube. Sie enthält rötlich-braune, limonitreiche Erde mit einem Eisengehalt von rund 50 Prozent. Die ockerfarbene Limonit-Erde wurde zur Herstellung von Farben verwendet; deshalb trägt die Mine im Volksmund den Namen Mina de las Pinturas. Neben der Ockergrube steht die Caleira de Pardollán für die Kalkgewinnung. Sie besteht aus ehemaligen Kalköfen. Im Inneren eines ehemaligen Kalkofens befinden sich ein großer Kamin, Ziegel und ein Rost.
Anreise über O Barco de Valdeorras
Für Ihre Anfahrt erreichen Sie Pardollán von O Barco de Valdeorras über die N-120 in Richtung Ponferrada in der Provinz León. Nach 9 km biegen Sie rechts auf die lokale Straße OU-0807 ab.
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