Chantada: Flussufer, Weinberge und Kultur in Galizien
Unterkünfte in Chantada
Chantada verbindet Wege am Wasser, terrassierte Weinberge, historische Sakralbauten und eine eigenständige Fest- und Küchenkultur. Ein ganzjähriger offizieller Rundgang beginnt an der Praza Santa Ana, führt durch das Ortszentrum zum Ufer des Asma und endet am Erholungsgebiet Sangoñedo. Die Strecke misst 2,3 km.
Wasserwege
Am Asma verläuft außerdem eine 2 km lange Uferpromenade an beiden Ufern. Sie reicht von der Alameda Xavier Costa Clavell bis zum Erholungsgebiet Sangoñedo. Im direkten Vergleich ist sie 300 m kürzer als der offizielle Rundgang. Ortszentrum, Flussufer und Sangoñedo bilden damit die konkreten Stationen der beiden beschriebenen Wege.
Landschaft
Zwischen Belesar und Chantada hebt sich das Miño-Tal mit einem Höhenunterschied von 300 m von der umliegenden Ebene ab. An den sonnenbeschienenen Hängen liegen terrassierte Weinberge, die im Rahmen der „heroischen Weinbaukultur“ bewirtschaftet werden. Eine weitere ausgewiesene Landschaft ist der Monte Faro: Er gehört als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung zum Natura-2000-Netz.
Geschichte und Feste
Die Casona de Lemos geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Heute beherbergt sie das Kulturhaus von Chantada, die städtische Tourismusinformation und einen Ausstellungssaal. Noch weiter reicht die Geschichte des Klosters San Salvador de Asma, das in den letzten Jahren des 10. Jahrhunderts entstand.
Zum Festkalender gehört der Folión de Carros im Rahmen der Patronatsfeiern von Chantada. Er findet am Samstag des vierten Augustwochenendes statt, ist seit 2002 als Fest von touristischem Interesse und seit 2018 als Gut von kulturellem Interesse anerkannt. Das Entroido Ribeirao wird in der Pfarrei Santiago da Riba an vier traditionellen Tagen gefeiert: am Sonntag Lambedoiro, am Sonntag Corredoiro, am Entroido-Sonntag und am Entroido-Dienstag. Zu den auftretenden Figuren zählen Volantes, Peliqueiros oder Maragatos sowie Mecos.
Kirchenkunst
Die Kirche Santa María de Pesqueiras wurde durch Dekret vom 16. Oktober 1950 als Kulturgut in der Kategorie eines kunsthistorischen Denkmals anerkannt. Santa María de Nogueira de Miño ist eine romanische Kirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Im Inneren bewahrt sie manieristische Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert, die Mestre de Nogueira zugeschrieben werden. Dargestellt sind unter anderem die Auferstehung Christi, das Jüngste Gericht, die Himmelfahrt und die Verkündigung. San Miguel do Monte bewahrt Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert mit einer Darstellung der Kreuzabnahme.
Kulinarik
Zur lokalen kulinarischen Tradition von Chantada gehören Pulpo á feira, Lacón con grelos und Cocido ebenso wie Wurstwaren und Kalbfleisch. Hinzu kommen Wein mit der Herkunftsbezeichnung Ribeira Sacra, Liköre und Branntwein. Bei den traditionellen Backwaren stehen Empanada und Tarta de almendra für die süße und herzhafte Seite dieser regionalen Küche.
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