San Andrés de Teixido: Wallfahrt, Klippen und alte Wege
Unterkünfte in San Andres de Teixido
Zwischen Sierra, Tal und Atlantik
San Andrés de Teixido liegt in der Sierra de la Capelada oberhalb von Küstenklippen. Von einem Aussichtspunkt in etwa 360 Metern Höhe blickt man auf den Atlantik. Nördlich liegt San André de Teixido in einem kleinen, zum Meer hin gelegenen Tal; davor befinden sich die felsigen Gabeiras-Inseln. Von Cedeira aus liegt das Heiligtum an der Straße nach Santo André de Teixido ungefähr 12 Kilometer entfernt. Höhe, Küstenklippen, Tal und vorgelagerte Felsen geben dem Ort ein klar erkennbares Landschaftsprofil.
File:Iglesia de San Andrés de Teixido - panoramio.jpg
Foto: carrodeguas via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Routen durch geschützte Landschaft
Die Route Los Muelles por la Costa verläuft durch das im Rahmen der Red Natura geschützte Gebiet Costa Artabra. Das Ayuntamiento de Cedeira hat die Route markiert und ausgeschildert. Die Ruta dos Peiraos führt durch ein von der Red Natura geschütztes Gebiet und in die Serra da Capelada hinein. Bei beiden Routen gehört ein geschützter Landschaftsraum zum Verlauf, während die Markierung und Ausschilderung ausdrücklich für Los Muelles por la Costa festgehalten sind.
Wallfahrtswege und Wanderetappen
Der Camiño Vello nach Santo André de Teixido verläuft teilweise auf der alten Pilgerroute zum Heiligtum. Zur Tradition des Camiño Vello gehört es, aus den drei Ausläufen der Fuente del Santo zu trinken und eine Brotkrume in die Quelle zu werfen. Die Quelle heißt auch Quelle des Lebens und des Todes. Der GR 55 ist ein etwa 100 Kilometer langer Fernwanderweg, der nach Santo André de Teixido führt. Der GR 55 umfasst eine 15,24 Kilometer lange Etappe von Cerdido nach Santo André de Teixido. Die Via ferrata Senda do Santo liegt in der Sierra de la Capelada. Die Via ferrata Senda do Santo bietet Ausblicke auf die Klippen von Cortes sowie auf das Dorf Santo André de Teixido; beide Ziele liegen wenige Kilometer vom Einstieg der Route entfernt.
Heiligtum und Romerías
Das Heiligtum von San Andrés ist ein Wallfahrtsziel und gilt als einer der bedeutendsten Gottesdienstorte Galiciens. Die Wallfahrtstradition in San Andrés de Teixido reicht mindestens bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die wichtigste Romería von Santo André de Teixido findet am 8. September statt. Im Laufe des Jahres finden in Santo André de Teixido weitere, weniger stark besuchte Romerías statt. Die religiöse Geschichte des Ortes zeigt sich damit sowohl in einer weit zurückreichenden Tradition als auch in wiederkehrenden Wallfahrten mit einem besonders wichtigen Termin.
Sanandreses und Bräuche am Weg
Sanandreses sind farbenfroh bemalte Figuren aus gekochtem Brot, die verschiedene mit dem heiligen Andreas verbundene Motive darstellen. Zu den Motiven gehören sein Boot und die Sardine, die er während der Reise aß. Verkäuferinnen schreiben Sanandreses die Aufgabe zu, den Ort zu schützen, an dem sie aufbewahrt werden. Pilger legten traditionell Steine am Weg ab und sammelten das als herba de namorar bekannte Liebeskraut. Neben den Wegen, der Sierra de la Capelada und dem Heiligtum gehören damit auch handgefertigte Figuren sowie überlieferte Handlungen zu den konkreten kulturellen Zeichen von San Andrés de Teixido.
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