Rianxo: Küstenwege und galicische Geschichte
Unterkünfte in Rianxo
Rianxo verbindet Wege am Wasser mit einer vielschichtigen galicischen Ortsgeschichte. Die Route Do paseo marítimo ata a praia da Torre beginnt im Ortszentrum von Rianxo und verläuft an der Uferpromenade mit Blick auf die Ría de Arousa. Hinter der Praia da Torre kann sie auf einem Pfad durch die Küstenvegetation in Richtung Punta de Iñobre und zum Peirao de Taragoña fortgesetzt werden.
File:Porto de Rianxo. Galiza 2013-Lmbuga-Chalana.jpg
Foto: Luis Miguel Bugallo Sánchez (Category:Lmbuga|Lmbuga) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Zu den direkt zugeordneten Orten gehören Rial und Dorna.
Kultur
Ein wichtiger literarischer Ort ist die Casa de Manuel Antonio, das Geburtshaus des Dichters Manuel Antonio, der dort 1900 geboren wurde. Seit 2011 beherbergt das Haus das Casa Museo de Manuel Antonio, in dem Besucher den Lebensweg des avantgardistischen Dichters nachvollziehen können. Das Casa Museo Manuel Antonio zeigt außerdem Familienmöbel, Fotografien, Briefe, persönliche Gegenstände, Originaldokumente und audiovisuelles Material.
Das historische Ortsbild reicht von Sakralbauten bis zu repräsentativen Häusern. Die Igrexa de Santa Comba de Rianxo ist eine einschiffige Granitkirche aus dem 15. Jahrhundert. Zu ihr gehören ein Portal aus dem 16. Jahrhundert und ein Turm aus dem 18. Jahrhundert. Von der Praza de Castelao ist die Kirche etwa 300 m zu Fuß entfernt. Die Casa de Castelao ist ein typisches städtisches Gebäude der galicischen Küstenorte aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert; an ihrer Fassade befinden sich Balkone und eine Galerie.
Der Hórreo do Araño ist der längste Getreidespeicher in ganz Galicien und hat die größte Kapazität. Er steht neben der Igrexa de Santa Baia. In der Capela da Virxe de Guadalupe wird seit 1854 das verehrte Bild der Jungfrau von Guadalupe bewahrt, das der aus Rianxo stammende Ordensmann Frei Xosé de Santiago anfertigte. Getreidespeicher, Kirche und Kapelle zeigen unterschiedliche Seiten der ländlichen, religiösen und baulichen Tradition.
Auch das Castelo da Lúa gehört zur historischen Kulisse. Es gilt als die einzige erhaltene mittelalterliche Fundstätte in Rianxo und wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert von Paio Gómez Charino errichtet. Das heutige Gebäude des Pazo de Martelo entstand im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert, nachdem ein früherer Bau mit Turm abgerissen worden war.
Maritimes Erbe
Das Museo do Mar de Rianxo befindet sich in einem alten Gebäude namens Casa do coxo. Es zeigt, wie traditionelle Boote gebaut werden, und vermittelt, wie die Bewohner ihre Nahrung aus dem Meer gewinnen. Bauhandwerk, Fischfang und maritime Alltagsgeschichte gehören hier unmittelbar zusammen.
Feste
Die Festividade da Virxe de Guadalupe ist als galicisches Fest von touristischem Interesse ausgewiesen. Ihr zentraler Programmpunkt ist eine maritime Prozession: Die Moreniña wird auf einem Segelboot von mehr als 100 Booten begleitet. Die Festividade da Virxe de Guadalupe endet auf der Praza de Castelao mit einem gemeinsamen Gesang.
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Natur und Wege
Die Mündung des Flusses Ulla in Rianxo zeichnet sich durch eine besondere Umgebung sowie eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt aus. Eine weitere Ortsroute, Un paseo por Rianxo, beginnt an der Praza de Castelao und endet an der Praia de Tanxil.
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