Muxía: Pilgerziel, Küste und galicische Kultur
Unterkünfte in Muxía
Muxía verbindet einen bedeutenden Pilgerweg mit Küste, Geschichte und galicischen Traditionen. Der offizielle Camino de Fisterra e Muxía beginnt in Santiago und endet am Kap Fisterra sowie am Santuario de la Virxe da Barca in Muxía. So führt eine Route von Santiago bis zu zwei markanten Zielen an der Costa da Morte.
File:2014 O mar en Muxía. Cabo Vilán ao fondo. Galiza.jpg
Foto: Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Küste und Landschaft
Muxía liegt am Südufer der Ría de Camariñas in der Nähe der Costa da Morte. Am Cabo Touriñán verschwindet etwa zweieinhalb Monate im Jahr der letzte Sonnenstrahl des europäischen Festlands. Der Blick auf die Küste wird durch besondere Gesteinsformen ergänzt: As Pedras da Barca bilden eine durch die Verwitterung von Granit entstandene Landschaft, deren steinerne Formen von der galicischen Tradition in Legenden aufgenommen wurden.
Auch ein Weg am Wasser gehört zum Ortsbild. Der Paseo del río Negro endet an der Mündung des Flusses neben dem Strand Playa de Area Maior–Os Muiños.
Ergänzende Ortsseiten: Morpeguite, Frixe und Merexo.
Pilgern und Feste
Das Santuario de A Barca ist ein Ziel für Pilger, die den Jakobsweg von Santiago nach Muxía–Fisterra begehen. Der Wallfahrtsort steht zugleich im Mittelpunkt eines Festes: Die Romería de A Barca ist als Fest von nationalem touristischen Interesse anerkannt.
Die Romería de A Barca findet am zweiten Sonntag im September statt. Fällt dieser Sonntag auf den 8. September, wird sie auf den 15. September verschoben. Der Festtermin folgt damit einer klaren Regel, die den September im Jahreslauf von Muxía besonders hervorhebt.
Kultur und Geschichte
Um das Jahr 1345 erhielt Muxía den Status einer Villa. Die Kulturgeschichte von Muxía ist mit dem Santuario de A Barca und den Steinen in seiner Umgebung verbunden. Religiöse Orte, überlieferte Landschaftsbilder und die Entwicklung des Ortes gehören hier zu einer gemeinsamen Geschichte.
Das Museo del Voluntariado beherbergt eine ständige Fotoausstellung über die Katastrophe des Schiffes Prestige und die Freiwilligen, die an den Reinigungsarbeiten beteiligt waren. Im Santuario de San Xiao de Moraime stellen die Gemälde die sieben Todsünden und den Tod dar.
In Muxía waren wichtige Händler für Klöppelspitzen der Costa da Morte tätig; sie exportierten die Spitzen nach Kuba, Argentinien und Mexiko. Damit reicht die lokale Kulturgeschichte von religiöser Kunst und Erinnerung an die Prestige-Katastrophe bis zu einem Handwerk mit internationalen Handelswegen.
Wasser und Wege
Der Strand von Nemiña ist jedes Jahr ein internationaler Treffpunkt für Surfer und Bodyboarder aus ganz Europa sowie aus der Umgebung. Zu den Wassersportaktivitäten in Muxía zählen Gerätetauchen, Seekajak, Seerudern, Freitauchen und Speerfischen. Küstenwege, Strand und Meer stehen damit neben dem Pilgerweg als eigenständige Themen des Ortes.
Küche und lokale Tradition
Die traditionelle Küche von Muxía wird mit Erzeugnissen aus dem Meer und vom Land zubereitet. In Muxía sind die beiden einzigen traditionellen Trockenhäuser für Stockfisch der gesamten Halbinsel erhalten geblieben: Os Cascóns und A Pedriña. Bei A Pedriña erfolgt das Pökeln und Trocknen des Fisches vollständig handwerklich.
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