Barocke Pfarrkirche Santa María de Coiro
Die Igrexa Parroquial de Santa María de Coiro besitzt einen dreigliedrigen Glockenturm. Im Inneren befinden sich zwei Prozessionskreuze: eines stammt von dem Silberschmied Jorge Cedeira, das andere von dem aus Santiago stammenden Goldschmied Rodrigo de Pardiñas und trägt die Jahreszahl 1587. Die Verbindung aus barocker Entstehungszeit, klar erkennbarem Glockenturm und kunsthandwerklichen Einzelstücken gibt dem Kirchenbau mehrere Ebenen, die Sie bei einer kulturellen Erkundung von Coiro beachten können.
Capela da Virxe do Monte und A Romaxe
Die Capela da Virxe do Monte wurde 1615 im Auftrag von Bartolomé Franco erbaut. Ihr rechteckiges Kirchenschiff, die Wände aus Granitquadern sowie das Dach mit zwei- und dreiseitigen Dachflächen und Ziegeldeckung prägen ihre beschriebene Gestalt. Am letzten Sonntag im August findet an der Capela da Virxe do Monte die Wallfahrt A Romaxe zu Ehren der Jungfrau statt. Die Kapelle liegt am Camino de Fisterra-Muxía; auch der Cruceiro do Cirolán liegt an diesem Camino.
Beim Cruceiro do Cirolán lohnt sich außerdem der Blick auf die Skulptur: Sie wird dem aus Santiago stammenden Bildhauer Francisco María Rodeiro Permuy zugeschrieben. Damit stehen an demselben Camino-Bezug sowohl ein steinernes Wegzeichen als auch eine Kapelle mit eigener Bau- und Festtradition. Die religiösen Orte erscheinen dadurch nicht als bloße Namensliste, sondern als unterschiedliche Motive innerhalb der Ortslandschaft.
Erinnerungen an Coiro und Vilar de Coiro
Coiro wurde in Schenkungen des Grafen Alvito aus dem 9. Jahrhundert als Courio erwähnt. Zum Festkalender der Pfarrei Coiro gehört die Festa Anxo da Garda in Vilar. Dort befindet sich außerdem eine Kapelle aus dem späten 18. Jahrhundert, die dem Anxo da Garda geweiht ist. Ein weiteres markantes Gebäude ist das Pfarrhaus von Santa María de Coiro mit L-förmigem Grundriss, geschlossenem Innenhof, Fenstern in profilierten Rahmen und einer Sonnenuhr. Diese Details machen den Rundgang durch die Sakral- und Baugeschichte abwechslungsreich.
Fervenza de Fírvado am Fluss Beba
Mit der Fervenza de Fírvado kommt ein landschaftlicher Kontrast zu den Kirchen und Kapellen hinzu. Der Wasserfall ist nicht ausgeschildert und kann erreicht werden, indem man dem Flusslauf folgt. Seine Hauptkaskade liegt an der Stelle, an der sie auf den Fluss Beba trifft, einen Nebenfluss des Xallas.