Legazpi zwischen Schmiedekunst, Natur und Urola-Weg
Unterkünfte in Legazpi
Legazpi im Baskenland verbindet Industriekultur, sakrale Baukunst, überlieferte Handwerke und geschützte Naturräume. Besonders prägnant zeigt sich dieser Charakter in Chillida Lantoki: Eine ehemalige Fabrik wurde zu einem Museum umgebaut, das anhand von Eduardo Chillida das Verhältnis zwischen Kunst und Industrie vermittelt. Dort werden seine Papier- und Schmiedewerkstätten gezeigt. Für den Besuch von Chillida Lantoki ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich.
Schmieden, Mühlen und baskische Baukunst
Die Geschichte der Arbeit setzt sich an mehreren markanten Orten fort. Das Museo del Hierro Vasco befindet sich in einer ehemaligen Gießerei in Legazpi. Santa Cruz de Mirandaola wurde 1952 als architektonisches Ensemble mit der Schmiede errichtet. Die Ferrería de Mirandaola ist die einzige von sieben Schmieden, die im 15. Jahrhundert in Legazpi existierten und bis heute erhalten ist.
Auch Igaralde verbindet handwerkliche Tradition mit regionaler Ernährung. Im Bauernhaus Igaralde Bekoa befindet sich eine Mühle aus dem 16. Jahrhundert, die weiterhin mit der Wasserkraft des Flusses Urola Getreide mahlt. Igaralde-Rincón del Pan bietet außerdem Besuche mit Brotbacken an; dafür ist ebenfalls eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Das Ecomuseo del Pastoreo zeigt, wo und wie der Schafskäse mit der geschützten Herkunftsbezeichnung Idiazabal hergestellt wird.
Im Ortsbild und in den umliegenden Siedlungen begegnen Ihnen weitere Zeugnisse der baskischen Architektur. Die Parroquia de Nuestra Señora de la Asunción besitzt einen basilikaartigen Grundriss mit drei Schiffen, Säulen im Renaissancestil, einem gotischen Gewölbe und einem barocken Hauptaltaraufsatz. Der Bikuña-Palast ist ein Ende des 17. Jahrhunderts errichtetes Herrenhaus mit einer Fassade aus Haustein und Ziegeln, vier Balkonen, einem Wappen und einem mit Sandsteinplatten befestigten Vorplatz. Der Palacio Elorregi ist ein baskisches Herrenhaus mit Doppelarkade, Haustein und Schießscharten.
Wege, Natur und lokale Traditionen
Für aktive Tage führt die Vía Verde del Urola im Mirandaola-Park in Legazpi ihren Anfang. Die Strecke verläuft über 37,5 Kilometer und weist zahlreiche Tunnel und Brücken auf. Sie eignet sich sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer. Zwei Naturgebiete von besonders hohem Wert gehören zu Legazpi: der Parque Natural de Aizkorri-Aratz und der Lugar de Interés Naturalístico de Korostiaga.
Geschichte bleibt auch in kleineren Details präsent. Die Ruta Obrera im Viertel San Ignacio und seiner Umgebung rekonstruiert eine Wohnung, ein Klassenzimmer und eine Kapelle aus den 1950er-Jahren. San Miguel de Motxorroko gilt als die älteste Einsiedelei im Tal von Legazpi. In San Juan de Telleriarte befindet sich eine von Julio Beobide geschaffene Skulptur Johannes des Täufers; auf dem Türsturz ist dort außerdem die Jahreszahl 1824 vermerkt.
Der Día de Mirandaola findet am Sonntag nach dem 4. Mai statt. Zum Fest gehören die Prozession der Santa Cruz, eine Messe sowie eine Romería mit Tänzen, Musik und traditionellen Speisen. Das Bauernhaus und die Mühle Igaralde liegen in der Nähe des Bahnhofs Brinkola; die Anreise mit dem Zug erfolgt über den Bahnhof Brinkola.
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