Alonsotegi: Wanderwege, Eremitenkirchen und Berglandschaft
Zwischen Cadagua und den Bergen
Alonsotegi liegt in dem vom Fluss Cadagua zwischen den Bergen Sasiburu, Ganekogorta und Pagasarri gebildeten Korridor. Das Ortszentrum liegt auf etwa 50 Metern, während der Berg Ganekogorta fast 1.000 Meter über dem Meeresspiegel erreicht. Der ausgeprägte Höhenunterschied gehört zu den markanten räumlichen Merkmalen des Ortes und macht die Verbindung von Siedlungsraum und Berglandschaft unmittelbar sichtbar.
Wanderwege mit unterschiedlichen Landschaftsbildern
Der Wanderweg PR BI 101 ist ein Rundweg durch den Kalkkarst von Peñas Blancas. Er beginnt an der Ermita de San Antolín und führt damit von einem religiösen Bauwerk in eine Landschaft, die durch den Kalkkarst geprägt ist. Die Route Alonsotegi–Pagasarri beginnt am Rathausplatz und folgt der ausgeschilderten Aufstiegsroute in Richtung Pagasarri.
Die Route Alonsotegi–Pagasarri führt über Waldwege durch Kiefernwälder und bietet die Möglichkeit, freilebende Bergtiere zu beobachten. Auch der Rundweg von Zamundi bietet Einblicke in landschaftlich schöne Umgebungen. Mehrere Routen bieten außerdem die Möglichkeit, die zahlreichen Eremitenkirchen von Alonsotegi bei einem Spaziergang zu erkunden.
Eremitenkirchen und besondere sakrale Orte
Die Ermita de San Antolín im Ortsteil Irauregi wurde Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts von der Adelsfamilie Coscojales errichtet. Sie gilt als einzige Eremitage in Bizkaia, die ihren ursprünglichen Retabel bewahrt hat. Zugleich ist sie der Ausgangspunkt des Rundwegs PR BI 101 durch den Kalkkarst von Peñas Blancas.
Bei der Ermita de San Juan Bautista im Ortsteil Azordoiaga befindet sich an einer Felswand unter einem kleinen Dach ein Altar mit einer Ikone. Diese wurde nach dem Original in der Serbisch-Orthodoxen Kirche von Belgrad angefertigt.
Ortsgeschichte im Zentrum
Die Pfarrkirche San Bartolomé ist ein markantes Gebäude im Ortszentrum von Alonsotegi. Ebenfalls zur Ortsgeschichte gehört die Arbeiterwohnsiedlung Barrenkalea. Sie wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach dem Aufschwung des Bergbaus und der Industrie in der Region errichtet.
Pagasarri und die Neveras
Zu den besonderen Zielen im Umfeld der Route Alonsotegi–Pagasarri zählen die Neveras del Pagasarri. Dabei handelt es sich um unterirdische Eiskeller aus dem 17. Jahrhundert, in denen Schnee gelagert wurde, um Getränke herzustellen, Lebensmittel zu konservieren und Fieber zu lindern. Die Bauwerke verweisen auf eine historische Nutzung von Schnee und Kälte, während die ausgeschilderte Route über Waldwege in Richtung Pagasarri führt.
Feste im Jahreslauf
In Alonsotegi finden die Patronatsfeste zu San Bartolomé in der letzten Augustwoche statt. Das Fest San Antolín wird Anfang September gefeiert. Beide Termine gehören zum örtlichen Festkalender und ergänzen die Wanderwege, Kirchen und historischen Orte um einen klaren kulturellen Bezug.
Weitere Orte zur Reiseplanung: Gatika, Laukiz, Mungia, Lezama, Otxandio, Izartza, Muxika und Zelaia.
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