Cala Morell: Bucht, Höhlen und bronzezeitliche Siedlung
Cala Morell ist eine kleine, von hohen Klippen geschützte Bucht. Das 60 Meter lange Sand- und Kiesufer verfügt über Plattformen, von denen aus man ins klare Wasser gelangen kann. Der Camí d'Accés a Cala Morell ermöglicht den Zugang zum Strand von Cala Morell.
Die Küstenlandschaft und die historischen Orte liegen hier in engem räumlichem Zusammenhang. Die Schlucht, in der sich die Necrópolis de Cala Morell befindet, mündet direkt in die Bucht. So gehören die geschützte Küstenform, der Zugang zum Ufer und die archäologischen Spuren zu den unterscheidbaren Bestandteilen desselben Ortsbildes.
Küste und Geschichte
Die Necrópolis de Cala Morell liegt in der Schlucht, die in die Bucht mündet. Sie besteht aus vierzehn künstlichen Höhlen, die vom mittleren Bronzezeitalter bis weit in die römische Epoche hinein als Friedhof genutzt wurden.
Die lange zeitliche Nutzung macht die Nekropole zu einem Ort, an dem sich die bronzezeitlichen Anfänge und die spätere römische Epoche in einer gemeinsamen Anlage begegnen. Die vierzehn Höhlen sind dabei nicht als einzelne verstreute Funde über den Küstenraum verteilt, sondern bilden die künstlich geschaffene Begräbnisstätte in der zur Bucht führenden Schlucht.
Cueva 4 der Necrópolis de Cala Morell gilt als Menorcas monumentalste künstliche Höhle. Sie besitzt Pilaster, eine zentrale Säule sowie Reliefmotive, die etruskische Gesimse und punische Grabstelen nachahmen.
Ihre architektonischen Elemente unterscheiden Cueva 4 innerhalb der Nekropole deutlich: Pilaster gliedern den Raum, eine zentrale Säule bildet sein inneres Motiv, und die Reliefs greifen Formen auf, die etruskische Gesimse und punische Grabstelen nachahmen. Dadurch bleibt die Höhle nicht auf ihre Funktion als Grabstätte beschränkt, sondern zeigt zugleich eine ausgearbeitete Gestaltung.
Die Küstensiedlung von Coll de Cala Morell umfasst 13 Wohnhäuser, die während der Bronzezeit von 1600 bis 1200 v. Chr. bewohnt waren. Die Wohnhäuser dieser Siedlung wurden mit kleineren Steinen statt in der für zeitgenössische Navetas typischen Zyklopentechnik errichtet.
Die Siedlung ergänzt die Nekropole um einen bronzezeitlichen Wohnplatz. Ihre 13 Häuser stehen für eine bewohnte Küstenanlage, während die Höhlen der Nekropole der Bestattung dienten. Auch die Bauweise ist ein eigenes Merkmal: In Coll de Cala Morell wurden kleinere Steine verwendet, nicht die Zyklopentechnik, die für zeitgenössische Navetas typisch war.
Umgebung
In der Umgebung von Cala Morell befinden sich das Museo Municipal und das Museu Diocesa, beide Museen. Casa Senyorial Squella und Palacio Olivar sind dort Paläste.
Damit umfasst das nähere Umfeld neben den archäologischen Orten auch eigenständige kulturelle Ziele. Das Museo Municipal und das Museu Diocesa gehören zur Gruppe der Museen, während Casa Senyorial Squella und Palacio Olivar als Paläste eingeordnet sind. Die unterschiedlichen Gebäudetypen bewahren dabei ihre jeweils eigene Bezeichnung und Funktion.
Der Mirador des Vermells ist ein Aussichtspunkt in der Umgebung von Cala Morell. Platja Gran, Playa de sa Farola und Playa Santandría sind Strände in der Umgebung von Cala Morell.
Mit dem Mirador des Vermells kommt ein Aussichtspunkt zu den Zielen im Umland hinzu. Die drei weiteren genannten Orte – Platja Gran, Playa de sa Farola und Playa Santandría – sind Strände und erweitern die Küstenorte rund um Cala Morell um zusätzliche benannte Uferziele.
Weitere Ziele sind Santandria, Urbanización Cala En Blanes und Cala Blanca.
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