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Marratxí auf Mallorca: Keramik und Geschichte

Unterkünfte in Marratxi

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Keramik, prähistorische Archäologie und Kirchenarchitektur geben Marratxí auf Mallorca ein eigenständiges Kulturprofil. Für Reisende, die bei der Wahl eines Urlaubsorts lokale Handwerkstraditionen und Geschichte gewichten, bietet der Ort mehrere unterschiedliche Themen: Werkstätten, eine prähistorische Grabkammer und Bauten aus verschiedenen Jahrhunderten.

Casa de Cas Coronel a Marratxí I Casa de Cas Coronel a Marratxí I Foto: Chixoy via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Keramiktradition und Handwerk

Keramik gilt als die repräsentativste Tradition der Gemeinde Marratxí; heutige Produzenten halten sie lebendig. Die Ruta del Fang führt durch Werkstätten von Kunsthandwerkern, in denen Tontöpfe und verschiedenste Gebrauchsgegenstände aus Ton zu finden sind. Auch das Museo del Fang widmet sich der Keramik: Es umfasst mehr als 900 Stücke, darunter Olleria, Gerreria, Siulleria und Teulera sowie weitere Keramikarten. Das Gebäude wurde 1977 von der Gemeindeverwaltung erworben und 2002 als Museum eröffnet.

Einblick in den Bootsbau

In der Bootsbauwerkstatt der Bootszimmerer in Son Bonet, Marratxí, geht es um den Bau von Holzbooten und traditionelle Bootstypen Mallorcas. Die geführte Besichtigung richtet sich hauptsächlich an Schülergruppen der Sekundarstufe, der Oberstufe und berufsbildender Bildungsgänge. Dabei werden die Gruppen über den Bootsbau informiert und mit verschiedenen traditionellen Bootstypen der Insel vertraut gemacht.

Prähistorische und kirchliche Geschichte

Die Cova de Son Caulelles, auch cova des Moro genannt, ist eine künstlich angelegte Grabkammer, die direkt in den Fels gegraben wurde. Sie besteht aus einem Raum und misst 10 Meter in der Länge, 2,5 Meter in der Breite und 1,8 Meter in der Höhe. Der Zugang führt über drei Stufen zu einem leicht gerundeten Eingang. Die Cova gilt als bedeutendste prähistorische archäologische Fundstätte im Gemeindegebiet von Marratxí. Sie bezeugt die Naviforme-Kultur, eine der ersten Kulturen der Balearen aus der Bronzezeit, die auf etwa 1700 bis 1000 v. Chr. datiert wird und älter als die Talaiot-Kultur ist.

Die erste bekannte Kirche in Marratxí bestand im 13. Jahrhundert, einige Jahre nach der Eroberung durch Jaume I. Sie gehörte zu Santa Maria del Camí und war Sancta Maria de Barraxino geweiht. Ein Jahrhundert später wurde Sant Marçal zum Schutzheiligen von Marratxí. In Pla de na Tesa hat Sant Llàtzer ein einschiffiges Langhaus und acht Seitenkapellen; die barocke Fassade wird von einem markanten Glockenturm geprägt.

Auch ein Detail an einem historischen Gebäude erzählt von einer späteren Epoche: Die auf 1886 datierte Sonnenuhr Reloj de Sol ist eine vertikal abweichende Sonnenuhr mit arabischer Zifferndarstellung. Sie ist auf die Fassade des ehemaligen Pfarrhauses gemalt.

Marratxí und das größere Mallorca

Am 30. Juni, dem Fest von Sant Marçal, kommen Menschen aus allen Orten Mallorcas zur Verehrung des Schutzheiligen von Marratxí zusammen. Bekannt ist auch die Wallfahrt von Palma, bei der Wasser aus der Zisterne getrunken wird, dem angeblich heilende Eigenschaften zugeschrieben werden.

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Zum breiteren Mallorca-Bild gehört auch die Serra de Tramuntana, das größte geschützte Naturgebiet der Balearen. Die UNESCO-Welterbe-Berglandschaft ist von Klippen geprägt, die bis ans Meer abfallen, sowie von grünen Tälern und klaren Wildbächen. Ihre Kulturlandschaft umfasst Terrassen, miteinander verbundene Wasserwerke einschließlich Wassermühlen, Trockensteinbauten und Bauernhöfe. So stehen die lokalen Keramik- und Geschichtsthemen Marratxís neben einem landschaftlich geprägten Blick auf Mallorca insgesamt.

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