Navarrete Del Río: Barocke Baukunst und La Rambla del Regajo
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Kultur
Navarrete del Río verbindet sakrale Baukunst mit erhaltenen Spuren lokaler Geschichte. Die Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora ist als Denkmal geschützt und als Bien de Interés Cultural eingestuft. Zum Pfarrkomplex gehören eine barocke Kirche des 17. Jahrhunderts und ein spätmudéjarer Glockenturm aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Am Hauptaltar befindet sich ein Gemälde von Antonio Palomino Velasco, das 2010 restauriert wurde. Unterschiedliche Bauzeiten und das namentlich zugeordnete Kunstwerk prägen damit denselben sakralen Ort. Die Kirche, der Glockenturm und das Gemälde bilden dabei drei eng verbundene Anknüpfungen an die Ortsgeschichte. Gerade die Verbindung von Baukörper, Turm und Altarbild gibt dem sakralen Komplex eine klar erkennbare kulturelle Prägung. Navarrete del Río zeigt an diesem Ort nicht nur eine einzelne Bauform, sondern das Nebeneinander verschiedener architektonischer und künstlerischer Elemente.
Die Ermita de Santa Margarita ergänzt dieses Themenfeld als volkstümliche Barockkapelle. Ihr einschiffiger Grundriss, der kleine Glockenaufsatz und der oktogonale Tambour über der Hauptkapelle bestimmen ihre Gestalt. Die Kapelle stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert und steht neben dem Gemeindefriedhof von Navarrete del Río. Damit tritt neben den Pfarrkomplex ein zweiter sakraler Bau mit eigener Formensprache. Für kulturgeschichtlich Interessierte stehen hier die Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora und die Ermita de Santa Margarita als unterschiedliche sakrale Bauformen nebeneinander. Ihre volkstümliche Ausprägung ergänzt die barocke Kirche und den spätmudéjaren Glockenturm um einen weiteren konkreten Baubestand.
Baukunst und Handwerk
Zur Ortsgeschichte gehört auch die Casa Palacio de los Bernad. Das erhaltene Gebäude ist mit Wappenschildern versehen und gilt als Gebäude von Interesse in Navarrete del Río. In der Umgebung gibt es außerdem eine Gruppe von Aljeceras, also Bauwerke zur Herstellung von Gips. Ebenfalls in der Umgebung steht eine sehr große Tejería, deren Schornstein noch erhalten ist. Sie gilt als Zeugnis verlorener Handwerke im Zusammenhang mit der Nutzung der umliegenden Böden und Gesteine. Wappenschilder, Gipsherstellung und der stehengebliebene Schornstein führen dabei von einem einzelnen erhaltenen Gebäude zu den baulichen Spuren früherer Produktion. Casa Palacio de los Bernad, Aljeceras und Tejería gehören zu den konkreten historischen Bauelementen von Navarrete del Río. Für kulturgeschichtlich Interessierte erweitert sich das Ortsbild hier um weltliche Architektur und handwerkliche Anlagen, ohne dass die sakralen Gebäude den einzigen Zugang zur Geschichte bilden. Die Herstellung von Gips und die Tejería verweisen auf unterschiedliche Formen handwerklicher Nutzung, während die Casa Palacio de los Bernad mit ihren Wappenschildern einen eigenen architektonischen Akzent setzt.
Wege und Landschaft
La Rambla del Regajo ist eine Rundroute, die Navarrete del Río und Cutanda verbindet. Sie ist als Wanderroute N-1 und als BTT R4 markiert. Beim Aufstieg entlang der La Rambla del Regajo gibt es einen Galeriewald aus Kopfweidenpappeln. Der Weg und die begleitende Vegetation bilden einen eigenen Landschaftsbereich neben den Kirchen und historischen Bauwerken. So umfasst Navarrete del Río sowohl sakrale und handwerkliche Spuren als auch eine konkret benannte Route mit einem Galeriewald aus Kopfweidenpappeln.
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