Tarazona: Baukultur, Feste und Wege
Unterkünfte in Tarazona
Tarazona verbindet markante Bauformen, Feste und Wege durch die Kulturlandschaft des Moncayo-Gebiets. Weitere Ziele sind Uncastillo, Saragossa, Luesia, Cosuenda, Biel, Sádaba, Pedrola und Sástago.
File:Nave de máquinas del FF.CC., Tarazona, Zaragoza, España, 2017-05-23, DD 68.jpg
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur
Die Plaza de Toros Vieja ist ein achteckiger Komplex aus 32 Häusern, die um einen zentralen Platz angeordnet sind. Seit 2001 besitzt sie die Einstufung als „Bien de Interés Cultural“. Mit der Iglesia de Santa María Magdalena steht in Tarazona außerdem der älteste erhaltene Sakralbau der Stadt. Der Komplex des Palacio Episcopal befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen muslimischen Zuda, die den aragonesischen Königen vorübergehend als Residenz diente.
Im Palacio Episcopal besitzt der Salón de los Obispos eine mittelalterliche Nordturmstube aus dem Jahr 1441 mit Mudéjar-Kassettendecke. Eine eigene bauliche Beziehung zwischen Wohnhäusern und Befestigung bewahren die Häuser an der Calle del Conde: Sie wurden unter Nutzung des Wehrgangs der Befestigung des Cinto-Viertels errichtet, während ihre Rückfassaden über die Calle Judería ragen.
Auch das Theater verbindet Architektur und lokale Kultur. Das Gebäude beherbergt eine Dauerausstellung über den aus Tarazona stammenden Schauspieler „Paco Martínez Soria“ mit zwei Sälen sowie einen Museumssaal über die Künstlerin Raquel Meller. Der Theaterbau wurde nach einem Entwurf des Architekten Miguel Ángel Navarro 1921 fertiggestellt und folgt dem klassischen Grundriss eines italienischen Theaters.
Feste und Traditionen
Beim Cipotegato verlässt die verhüllte, einem Harlekin ähnliche Figur um 12 Uhr das Rathaus von Tarazona, bahnt sich durch die Menge einen Weg und läuft unter dem Werfen von Tomaten durch mehrere Straßen. Die Semana Santa in Tarazona wurde 2005 als „Fiesta de Interés Turístico Regional“ anerkannt. Eine Tradition in Tarazona findet jedes Jahr am 27. August statt.
Wege und Landschaft
Die Vía Verde del Tarazonica ist für Wandern und Mountainbiking (BTT) ausgebaut. Sie folgt einer ehemaligen Eisenbahnlinie aus dem Jahr 1885, die Tarazona mit Tudela verband. Die Vía Verde beginnt in Tarazona und verläuft in Richtung Tudela parallel zum Flusslauf des Río Queiles. Eisenbahnvergangenheit, Flusslauf sowie Wandern und Mountainbiking gehören hier zu einem gemeinsamen Wegverlauf.
Der Wanderweg PR-Z 1 verläuft durch Tarazona sowie durch Santa Cruz de Moncayo, Grisel, Los Fayos und Torrellas. Auf den ersten etwas mehr als zwei Kilometern ab Tarazona verläuft er durch das Gemeindegebiet. Dieser erste Abschnitt führt durch eine für das Moncayo-Gebiet typische ländliche Kulturlandschaft mit einem Mosaik aus Getreidefeldern sowie Oliven- und Mandelhainen.
Naturerlebnisse
In Tarazona werden interpretative geführte Naturbesichtigungen organisiert, unter anderem durch das Umweltreferat der Stadtverwaltung. Die Erfahrung Kiborion umfasst einen 30-minütigen Rundgang durch Gewölbe und Terrassen sowie den Aufstieg zum Tambour und bietet dabei Aussicht auf Tarazona und den Moncayo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saragossa.