Senegüé: Gletscherrelief und Pyrenäenkultur

File:Senegüé, Uesca.jpg File:Senegüé, Uesca.jpg Foto: jacinta lluch valero via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Natur

Senegüé liegt auf der Stirnmoräne des Gállego-Gletschers, einer der am besten erhaltenen glazialen Reliefformen der Pyrenäen. An vier verschiedenen Punkten in Senegüé informieren Tafeln über die Spuren der Vergletscherung und bieten leicht zugängliche Panoramablicke über das Valle de Tena. Das Centro de Interpretación de los Glaciares de Senegüé befindet sich in der Torre Defensiva de los Baguer aus dem 16. Jahrhundert. Für dieses Zentrum sind Besichtigungen ohne Führung um 11:00 und 17:00 Uhr vorgesehen. Geführte Besichtigungen des Zentrums und der Moräne finden um 12:15 und 18:15 Uhr statt. Damit stehen für die beiden Besichtigungsformen jeweils eigene Zeitpunkte zur Verfügung, die sich unmittelbar in die Tagesplanung einordnen lassen. Die freien Termine liegen am späten Vormittag und am späten Nachmittag, während die geführten Besichtigungen jeweils kurze Zeit später angesetzt sind.

Kultur

Auf dem Hauptplatz von Senegüé steht ein auf das 17. Jahrhundert datiertes Kreuz, eines der ältesten Elemente des Ortes. Die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción in Senegüé ist ein Bauwerk des 18. Jahrhunderts. Im Inneren befinden sich barocke Retabel für San Lorenzo, Nuestra Señora del Rosario und San Francisco Javier. Ein mittelalterliches Retabel ist der Virgen del Collado gewidmet. Der Turm der Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción stammt aus einer Zeit vor dem 16. Jahrhundert. Er weist vier Abschnitte auf. Die verschiedenen Bauteile und Ausstattungsstücke tragen jeweils eigene Datierungen und Namen, die sich direkt an Hauptplatz und Kirche ablesen lassen. Am Hauptplatz und in der Kirche begegnen sich damit Bauteile und Kunstwerke, deren Datierungen vom Mittelalter über die Zeit vor dem 16. Jahrhundert bis in das 18. Jahrhundert reichen.

Geschichte

Eine Mühle in Senegüé ist in einem Privileg Alfons' I. aus dem Jahr 1125 belegt. Sie zählt damit zu den frühesten in der Comarca erwähnten Mühlen. Von der Molino de Senegüé sind die vom río Gállego herführende Acequia und eine rückseitige Wasserkammer erhalten. An der Wasserkammer befindet sich ein Schieber zur Regulierung des Wasserzuflusses. Die erhaltenen Teile zeigen neben dem Standort der Molino auch die Zuführung und die Regulierung des Wassers. Die Puente Las Pilas stammt aus dem Jahr 1590. Von Senegüé aus ist die Puente de las Pilas über den Weg hinter dem Ortskern erreichbar. Der Weg verläuft in östlicher Richtung.

Ein weiterer Ort auf dieser Ebene ist Larrés.

Wege und Feste

Der GR 16 – Sendero del Serrablo umfasst einen 2,2 Kilometer langen Abstecher nach Senegüé. Die Patronatsfeiern von Senegüé finden um den 29. September zu Ehren von San Miguel statt. Von Zaragoza oder Pamplona aus führt die Anfahrt nach Senegüé über die N-330. Anschließend verläuft sie auf der N-260 in Richtung Sabiñánigo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sabiñánigo.

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