Cofita zwischen Templergeschichte, Gärten und Wein
Templertradition in Cofita
Cofita zeigt seinen Charakter nicht über ein einziges Motiv, sondern über das Nebeneinander von Templergeschichte, romanischer Baukunst, bewässerter Landschaft und Wein. Zur kulturellen Prägung Cofitas gehört die Iglesia de Santa María Magdalena. Die romanische Kirche wurde vom Templerorden während dessen Aufenthalts in der Komturei und Burg von Monzón erbaut und gegründet. Ihr Spitzbogengewölbe ist charakteristisch für den Übergang zwischen romanischer und gotischer Architektur. Im Inneren befinden sich Reste mittelalterlicher Wandmalereien aus dem 12. und 13. Jahrhundert. An der Außenseite sind Gravuren mit Templerrittern zu Fuß und zu Pferd zu sehen. Für die Beobachtung vor Ort ergeben sich damit unterschiedliche Ebenen: Bauform, Bildreste und steinerne Zeichen erzählen jeweils auf eigene Weise von Cofitas Vergangenheit. Die Verbindung aus klarer Bauform und erhaltenen Details lenkt den Blick zugleich auf Architektur und Bildkunst.
Zwischen Las Gesas und dem Cinca
Auch die Landschaft zeigt einen markanten Gegensatz. Las Gesas ist ein wildes und trockenes Gebiet von Cofita mit Kermeseichen, Rosmarin und Thymian. An den Ufern des Cinca besitzt Cofita dagegen eine bewässerte Gartenlandschaft, deren Wasser aus dem Canal de Aragón y Cataluña stammt. Die Acequia de Paules bewässert die Gärten von Cofita und wurde im Jahr 1250 von den Templern angelegt. Das Nebeneinander von trockenem Gelände, Gartenbau und historischer Wasserführung macht die Umgebung für eine ruhige, genaue Betrachtung interessant. Unterschiedliche Landschaftsformen helfen dabei, Cofita als Zusammenspiel natürlicher und bewässerter Flächen wahrzunehmen.
Feste mit eigenem Geschmack
Zur Ortskultur gehören außerdem Feste, gemeinschaftliche Bräuche und besondere Speisen. Am 25. August feiert Cofita seine großen Festtage zu Ehren des heiligen José de Calasanz. Die Fiestas de San Blas umfassen Freudenfeuer und ein gemeinsames Abendessen und sind mit den Feiern zu Santa Águeda verbunden. Bei den Fiestas mayores gehört am Vorabend eine Costillada zu den gastronomischen Veranstaltungen. Zu diesen Fiestas mayores gehört außerdem ein Abendessen zu Ehren der Melone von Cofita. Wer regionale Traditionen nicht nur über Gebäude, sondern auch über gemeinsames Essen und Feiern kennenlernen möchte, findet in Cofita konkrete kulturelle Anknüpfungspunkte. Religiöse Bezüge, Feuer und gemeinschaftliche Mahlzeiten geben den Festen dabei verschiedene Ausdrucksformen.
Wein als weitere Spur
Eine weitere Spur führt in den Weinbau. Bodega Sers in Cofita produziert Wein der Denominación de Origen Somontano. Bodegas Sers bietet ein Aromaspiel und eine Verkostung aller sechs Weine des Weinguts an. Das Erlebnis „Naturaleza en el viñedo de Bodegas Sers“ umfasst einen Ausflug in die Weinberge mit den Eigentümern. Dabei werden die Rebsorten und das Zusammenleben mit der Natur entdeckt. So ergänzt der Weinbau die Kirchen-, Landschafts- und Festthemen um einen konkreten Einblick in ein lokales Produkt und seine Herkunft. Die klar umrissene Auswahl von sechs Weinen und der Ausflug in die Weinberge eröffnen zwei unterschiedliche Zugänge zu diesem Teil von Cofita.
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