Espartinas: Loreto, Wege und sevillanische Kultur
Unterkünfte in Espartinas
Espartinas zwischen Loreto und Landwirtschaft
Wenn Sie Espartinas entdecken, führt ein kultureller Bezugspunkt zum Conjunto Monumental Virgen de Loreto. Das Ensemble umfasst eine Kirche, ein Kloster, eine Hacienda mit Weinkellerei und die Torre Mocha. Der Loreto-Komplex in Espartinas wurde als Bien de Interés Cultural anerkannt. Sein geschütztes Umfeld umfasst eine Zone traditioneller landwirtschaftlicher Nutzung; die architektonischen Werte sind physisch und visuell eng mit den Anbauflächen verbunden.
Zur sakralen Seite gehört die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción. Sie hat mudéjare Ursprünge und einen barocken Hauptaltar; ihre Wände sind weiterhin mit typischen sevillanischen Fliesen verkleidet. Die Hacienda de San Rafael, bekannt als Casa de las Monjas, ist heute das wichtigste Bürgerzentrum von Espartinas und beherbergt unter anderem die Gemeindebibliothek und einen Ausstellungssaal. Die Hacienda Nuestra Señora de los Remedios, bekannt als Guardiola, ist zusammen mit dem Studiensaal geöffnet. Besucher können dort die Außenbereiche, den Arbeitshof, die Maschinen und die Gärten besichtigen.
Der ehemalige Lagar der Hacienda Guardiola bewahrt sein ursprüngliches Erscheinungsbild und ermöglicht Besuchern, den traditionellen landwirtschaftlichen Prozess der Region und solcher Gebäude kennenzulernen. Ein weiteres Detail der lokalen Sakralkultur ist der Simpecado von Espartinas: Er wurde 1957 im sevillanischen Barockstil mit Goldfäden auf grünem Samt gefertigt und trägt mittig das polychrome Bildnis der Jungfrau aus Zypressenholz. Die als Mexina bezeichnete arabische Alquería entwickelte sich aus einer römischen Villa namens Messina.
Wege, Geschichte und Orientierung
Für Wege durch die Landschaft steht die Vereda de la Carne, die Espartinas und Coria del Río verbindet und heute als Grünweg entlang des Río Pudio verläuft. Die Ruta Keicho-Hasekura ist eine einstündige alternative Route und kann mit der Hauptroute der Gemeinde Espartinas kombiniert werden. Sie behandelt den Aufenthalt des japanischen Samurai Hasekura Tsunenaga und seiner als Gesandtschaft Keichō bekannten Begleitung im Monasterio de Loreto im Jahr 1616; dieser Aufenthalt dauerte 13 Monate. Vom Busbahnhof Plaza de Armas in Sevilla ist Espartinas mit den Linien 166, 167, 168 und 102A erreichbar.
Auch die Herstellung regionaler Produkte gehört zum Ortsbild. In Espartinas werden in den Bodegas Fragata, Loreto und Patacabra Mostos und Weine produziert. Die Spezialität von Andrés Gaviño sind handwerklich hergestellte Tortas, die einzeln von Hand geformt werden. Ein Besuch bei Tortas Andrés Gaviño umfasst einen Rundgang durch die Betriebsanlagen und die Verkostung verschiedener Produkte. Das Familienunternehmen blickt auf eine hundertjährige Tradition in der Herstellung traditioneller Süßwaren aus Sevilla zurück.
Festtage, Werkstatt und Reitunterricht
Der Domingo de Resurrección gilt als der große Tag der Karwoche in Espartinas und wurde von der andalusischen Tourismusbehörde als Fiesta de Interés Turístico de Andalucía anerkannt. Bei der Prozession wird die Virgen de los Dolores ohne Baldachin von der Prozessionsmonstranz aus dem 17. Jahrhundert begleitet. Im Museo Didáctico de la Imaginería bildet eine Dauerausstellung eine Werkstatt der religiösen Bildhauerkunst des spanischen Goldenen Zeitalters nach. Die praktische Werkstatt des Museums ermöglicht Schülergruppen, Techniken der polychromen Bildhauerkunst anzuwenden. Das Centro Hípico Riopudio bietet Reitunterricht an: Für Kinder beginnt er mit dem Umgang mit Ponys und grundlegenden Übungen, ab sieben Jahren umfasst er das Reiten mit Schwerpunkt klassische Dressur und reicht bis zur fortgeschrittenen Reiterei mit möglichen beruflichen Ambitionen.
Weitere Ortsseiten
Weitere Orte: Castilleja De La Cuesta, Las Cañadillas, Benacazón, Alcolea Del Río, Las Cabezas De San Juan, Acalá Del Río, El Viso Del Alcor und Dos Hermanas.
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