Montecorto: Naturpark, Ortsgeschichte und archäologische Spuren

Naturpark und frühe Siedlungsspuren

Montecorto liegt am Fuß des Naturparks Sierra de Grazalema. Damit steht ein Ort im Mittelpunkt, dessen charakteristische Themen sich sowohl über die Landschaft als auch über Orts- und Siedlungsgeschichte erschließen. Im Gebiet von Montecorto gibt es zahlreiche Dolmen, die von der frühen Besiedlung des Ortes zeugen. Zugleich gehört Montecorto zum räumlichen Geltungsbereich des Plans für nachhaltige Entwicklung des Naturparks Sierra de Grazalema und seines sozioökonomischen Einflussgebiets. Wenn Sie Naturbezug und Kulturgeschichte miteinander verbinden möchten, begegnen Ihnen hier beide Perspektiven unmittelbar am Reiseziel.

Kirche, Wasserbau und örtliche Traditionen

Zu den wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten von Montecorto zählt der Tempel Nuestra Señora del Carmen. Die letzte Renovierung der Kirche erfolgte im Jahr 2002. Auch der Festkalender setzt eigene Akzente: Die Feria del Carmen findet Mitte Juli, die Romería de la Inmaculada Anfang Mai. Die beiden Feste liegen nicht im selben Zeitraum: Die Romería findet Anfang Mai, die Feria Mitte Juli statt.

Ein anderer Zugang führt über den Paseo de la Acequia de Benito, eine Sehenswürdigkeit von Montecorto mit besonderem ethnologischem Interesse. Die Acequia de Benito ist ein steinerner Kanal, der die landwirtschaftlich genutzten Flächen mit Wasser versorgt und an einer alten Wassermühle endet. An der Plaza Pablo Ruiz Picasso befindet sich die Fuente del Dolmen, die im Jahr 2006 erbaut wurde. Kanal, Mühle und Brunnen stehen dabei für verschiedene sichtbare Elemente des Ortes: Wasserversorgung, landwirtschaftliche Nutzung und einen gestalteten Platz.

Burgruinen, Wege und archäologische Ziele

Auch die historischen Spuren am Hang sind eng mit der Landschaft verbunden. Die Ruinen des Castillo del Moral liegen am Hang des Cerro Malaver. Von einem Aussichtspunkt am Rundwanderweg Ruta Senderista El Pinar aus sind sie zu sehen. Zu den hervorgehobenen archäologischen Überresten von Montecorto gehören außerdem der Torre de Audita und der prähistorische Dolmen El Gigante. Die zahlreichen Dolmen im Gebiet erweitern diesen Blick um Zeugnisse der frühen Besiedlung.

Ein weiteres archäologisches Ziel ist Acinipo. Die Ruinen liegen etwa 15 Kilometer vom Zentrum von Montecorto entfernt. Von der archäologischen Stätte ist heute nur ein Teil des in den Fels gehauenen Amphitheaters erhalten. In ihrer Blütezeit umfasste die Stadt jedoch Tempel, Thermen, Foren und öffentliche Gebäude. Acinipo ergänzt die Ziele im Ort um eine archäologische Stätte im weiteren Umfeld von Montecorto; die etwa 15 Kilometer Entfernung vom Zentrum markieren ein separates Ziel.

Dieser Gegensatz zwischen dem heute erhaltenen Teil und der früheren Größe eröffnet zwei Beobachtungsebenen: Sie sehen ein konkretes Relikt und zugleich die größere städtische Dimension, die Acinipo einst besaß.

Die Touristeninformation von Montecorto befindet sich im Rathaus. Das Rathaus gehört damit neben den religiösen, wasserbaulichen und archäologischen Zielen zur konkreten Ortsorientierung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ronda.

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