Zum Inhalt

Noalejo zwischen Sierra und Kultur

Unterkünfte in Noalejo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Landschaft zwischen Jaén und Granada

Das langgestreckte Gemeindegebiet von Noalejo erstreckt sich als Grenzgebiet zwischen Jaén und Granada. Durch Noalejo verläuft die A-44, eine wichtige Verbindung zwischen beiden Provinzen. Die Sierra del Trigo ist ein bedeutender Gebirgspass mit weiten Panoramablicken über die umliegenden Bergketten. Auf der Radroute C1 Valdepeñas de Jaén–Noalejo–Campillo de Arenas erreicht die Route Noalejo nach etwa 5,3 km von Navalcán.

File:Noalejo, casa consistorial 01.jpg File:Noalejo, casa consistorial 01.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Navalta und Navalconejo sind von Steineichen- und Kiefernwäldern umgebene Dehesa-Täler. Im Herbst werden die beiden Gebiete wegen der dort vorkommenden Schopftintlinge von Pilzsuchern besucht. Auf dem Gipfel der Sierra de Alta Coloma befindet sich eine große Doline, die durch unterirdische Hohlräume und den Einsturz des Geländes entstand. Der Paraje de Navalcán ist eine Karstsenke mit Felsabbrüchen, Höhlen, Wasserläufen sowie mediterraner Flora und Fauna.

La Piedra Granaina ist eine Bergformation mit den Felsaufschlüssen El Porrón und Los Castillejos; an ihren Hängen können Mufflonherden beobachtet werden. In den Höhlen der Sierra de Alta Coloma gibt es kleine Fledermauspopulationen. In der Cañada del Toril wächst eine kleine Population des Montpellier-Ahorns, der im Roten Buch als gefährdet eingestuft ist.

Kultur, Wege und lokale Traditionen

Zu den Kulturorten gehört die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción. Die einschiffige Kirche mit rechteckigem Grundriss steht in Mudéjar-Tradition und wurde zwischen 1570 und 1575 errichtet. Sie beherbergt das Gemälde der Schutzpatronin von Noalejo, der Virgen de Belén, sowie eine Kopie des Turiner Grabtuchs aus dem 16. Jahrhundert. Bei der Torre de la Atalaya del Rey Gallarín ist der kreisförmige Grundriss des mittelalterlichen Wachturms noch sichtbar.

Die Fiestas Patronales de la Virgen de Belén finden üblicherweise sechs Tage lang am dritten Augustwochenende statt. Im Rahmen der Feierlichkeiten folgt die Prozession der Virgen de Belén vier Stunden lang über die Calle Real bis zu ihrer Einsiedelei. Beim weiterhin gefeierten San Antón werden Lagerfeuer entzündet und Lieder gesungen; auf der Glut werden hausgemachte Chorizos und Morcillas gebraten.

Für Wandernde führt die Ruta del Santo Custodio zur Cueva del Santo Custodio, einem Ort mit enger Verbindung zur Volksfrömmigkeit von Noalejo, und bietet Panoramablicke auf die umliegenden Sierras sowie die von Olivenhainen geprägte Landschaft. Navalcán–Los Castillejos–Pinturas rupestres ist eine benannte Wanderroute ab Navalcán. Noalejo–Hoya del Salobral–Noalejo ist eine ausgeschilderte Mountainbike-Route.

Anzeige

Die kommunale Berghütte auf dem Cerro de la Mesa ermöglicht Wanderern eine Übernachtung. Auf der C1-Radroute ist die Umgebung der Plaza de España ein geeigneter Ort, um Vorräte aufzufüllen und die Route anzupassen. Im Mirador de la Puerta Nueva wird in den unteren Räumen handgefertigte kreative Keramik ausgestellt. In La Platera werden die Klöppelspitzen von Gregoria Berjaga besonders hervorgehoben. Das Centro de Interpretación de „La Santería“ erläutert das Leben und Wirken von Custodio Pérez Aranda.

Auch die überlieferte Ortsgeschichte ist präsent: Die Fuente del Pilarillo, Mittelpunkt der Legende, befand sich in der Calle Nava gegenüber dem heutigen Pfeiler. Die Cachorreñas noalejeñas ist eine heiße Suppe aus Wasser, Essig, Olivenöl, Knoblauch, Salz, gemahlenem Pfeffer und geröstetem Brot. Zu den in Noalejo geschätzten Wurstwaren gehören Chorizo, Butifarra aus Schweinekopf und gewürzter Schweineleber sowie Zwiebelmorcilla. Die traditionelle Olla de San Antón wird mit verschiedenen Teilen des Schweins zubereitet.

Die Felsmalereien sind schematisch ausgeführt; drei Figurengruppen scheinen eine gemeinschaftliche Tanzszene darzustellen, die von einer großen anthropomorphen Figur geleitet wird. Sie datieren in die Kupferzeit, etwa in die Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr.

Weitere Reiseziele im selben Bezugsraum: Escañuela, Orcera, Sabiote, Chilluévar, Úbeda, Jódar, Arroyo Del Ojanco, Baeza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jaen.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.
Anzeige