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Charilla: Archäologie, Wanderrouten und andalusische Traditionen

Unterkünfte in Charilla

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Charilla ist ein Ort, in dem sich Geschichte nicht auf ein einzelnes Denkmal beschränkt. Archäologische Fundstätten aus iberischer, römischer und islamischer Zeit markieren mehrere Epochen. Während der islamischen Herrschaft gehörte Charilla zur Ruta de las Atalayas. Für einen Rundgang durch den Ort und seine Umgebung ergibt sich daraus ein historischer Rahmen, in dem unterschiedliche Spuren nebeneinanderstehen.

Geschichte und Kulturerbe

Besonders bemerkenswert ist das Tesorillo de Charilla, ein hispano-arabischer Schatzfund aus dem 10. Jahrhundert, der sich im Museo Provincial de Bellas Artes befindet. Der Fund von Charilla wird anhand numismatischen Materials in die Kalifenzeit datiert und zählt zu den wenigen andalusischen Goldschmiedearbeiten-Komplexen dieser Epoche. Beide Bezüge geben der Ortsgeschichte eine konkrete Verbindung zwischen archäologischem Fund, islamischer Vergangenheit und andalusischer Kunstgeschichte.

Zur religiösen Seite Charillas gehört die Nuestra Señora del Rosario gewidmete Kirche. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde umfassend umgestaltet. In der Hoya de Charilla gehört außerdem die Ermita de la Virgen de Fátima zu den religiösen Sehenswürdigkeiten des Ortes. Wer sich für kleinere historische Anlaufpunkte interessiert, findet dort ebenso wie im Ortsbereich benannte Quellen und Brunnen: die Fuente de la Plaza de la Iglesia an der Plaza de la Iglesia, die Fuente Grande an der Calle Fuente Grande, die Fuente del Piojo in der Hoya de Charilla sowie die Fuente y lavadero de la Montijana an der Calle Montijijana.

Hoya de Charilla und Wanderrouten

Die Hoya de Charilla liegt am Fuß der La Martina und gilt als außergewöhnlicher Naturraum für Naturfreunde. Die Wanderung Colada de Valdepeñas beginnt in Charilla und dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Nach dem Verlassen des Ortes folgt sie dem Verlauf der gleichnamigen alten Viehtrift.

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Auf der Colada de Valdepeñas dient eine Dreschtenne als ungewöhnlicher Aussichtspunkt. Die Route endet am Fuß des Cerro La Martina und des Rompezapatos. Damit führt sie von Charilla in den Landschaftsraum der Hoya und weiter zu markanten Geländepunkten, ohne dass die einzelnen Stationen auf bloße Ortsnamen reduziert werden müssen.

Eine weitere Orientierung bietet die Ruta de la Sierra. Sie führt über die Calle Prado nach Charilla hinein und verlässt den Ort an der Plaza bei km 22,7 über die Calle de la Fuente. Nach einem Abstieg durch die Hoya de Charilla führt die Ruta de la Sierra nach Charilla.

Fandango und Fiesta Mayor

Auch die lokale Kultur hat ein eigenes Profil. Die Einführung des Fandango de Charilla im 19. Jahrhundert wird Maultiertreibern von der Küste Málagas zugeschrieben, die in den Dörfern und Cortijos der Gegend Fisch verkauften. Der Fandango de Charilla ist ein Gesangsstil, der den Verdiales aus Málaga ähnelt. Am 7. Oktober findet die Fiesta Mayor zu Ehren der Virgen del Rosario statt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alcalá La Real.

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