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Begíjar: Geschichte, Landschaft und lokale Kultur

Unterkünfte in Begíjar

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Begíjar zeigt eine geschützte historische Ortsstruktur, bedeutende Bauwerke, ein Museum zur lokalen Geschichte und eine Wegstrecke durch die Olivenlandschaft der Campiña von Jaén. Dazu kommt mit Lomo de orza eine traditionelle Spezialität, die den Ort auch kulinarisch charakterisiert.

File:Estación de Begíjar 24J 03.jpg File:Estación de Begíjar 24J 03.jpg Foto: Veinticuatro de Jahén via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Historisches Ensemble und Iglesia de Santiago Apóstol

Der abgegrenzte historische Bereich von Begíjar ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto Histórico geschützt. Das Ensemble bewahrt die ursprüngliche städtebauliche Struktur des Ortes in gutem Zustand. Zu seinen bedeutenden Bauwerken gehört die Iglesia de Santiago Apóstol, die vom 13. bis zum 17. Jahrhundert errichtet wurde.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Portal der Kirche aus dem späten 16. Jahrhundert. Sein Groteskendekor wird von Medaillons von San Pedro und San Pablo, einem Bischofswappen und einem Relief von Santiago ergänzt. Im Inneren befindet sich außerdem ein barocker Camarín für Cristo de la Vera Cruz.

Palacio Episcopal, Museum und historische Spuren

Der Palacio Episcopal ist ein Renaissancegebäude und wurde 1985 als Bien de Interés Cultural anerkannt. Er bewahrt seine früheren Räumlichkeiten sowie einen mittelalterlichen Garten mit dem ursprünglichen Bewässerungssystem. Im Laufe seiner Geschichte beherbergte der Palast unter anderem Felipe II. und Miguel de Cervantes y Saavedra als Ehrengäste.

Das Museo de Artes y Costumbres Populares de Begíjar bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte und Ethnologie des Ortes. Zu sehen sind traditionelle Berufe, ein Webstuhl aus dem 18. Jahrhundert sowie historische Textilien aus Leinen, Wolle und Seide. Die Präsenzbibliothek ist auf Anthropologie und andalusische Ethnografie spezialisiert und ergänzt den Einblick in die regionale Alltags- und Kulturgeschichte.

Der Torre del homenaje ist der Bergfried des ehemaligen Schlosses von Begíjar. Die zweite Etage des Bergfrieds besitzt acht Ziegelrippen über vier spitz zulaufenden Trompen; der Bergfried des ehemaligen Schlosses wurde 1985 als Bien de Interés Cultural katalogisiert. Auch Puente del Obispo Romano führt tief in die Baugeschichte: Die Brücke zählt zu den frühesten Brücken der spanischen Renaissance, besteht aus vier ungleichen Tonnengewölben aus Sandstein und besitzt einen quadratischen Turm. In diesem Turm liegt eine Kapelle, die von der Fahrbahn der Brücke aus zugänglich ist.

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Vía Verde und Feste

Die Vía Verde del Guadalimar ist eine 15,3 Kilometer lange Strecke zwischen Ibros und Begíjar. Sie verläuft am Fluss Guadalimar durch eine für die Campiña von Jaén typische Olivenlandschaft. Auf der Strecke sind Radfahren und Spaziergänge erlaubt; motorisierte Fahrzeuge sind außer für Wartungsarbeiten und Notfälle nicht zugelassen.

Die Fiestas Santiago Apóstol sind Begíjars Patronatsfeierlichkeiten und finden am 25. Juli mit morgendlichen Wettbewerben und einer abendlichen Verbena statt. Der Concurso de Altares Corpus Christi ist als traditionelle lokale Kulturveranstaltung angekündigt. Eine weitere lokale Besonderheit ist Lomo de orza: Für diese traditionelle Zubereitung wird Schweinefleisch mit Knoblauch, Oregano, Paprika, Salz und Nelken mariniert und anschließend in nativem Olivenöl extra gebraten.

Weitere verknüpfte Ziele: Huelma, Peal De Becerro, Santa Elena, Cárcheles, Sabariego, Santisteban Del Puerto, Garcíez und Campillo De Arenas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jaen.

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