El Rocío: Heiligtum, Wallfahrt und Doñana
Die Ermita de la Virgen del Rocío ist in El Rocío von kleinen weißen Häusern umgeben. Das Heiligtum von El Rocío hat einen basilikalen Grundriss mit drei Schiffen, einem Querschiff und einer Hauptkapelle. Das Marienbild von El Rocío scheint Ende des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil geschaffen worden zu sein. Im 17. Jahrhundert wurde es erheblich verändert.
Zur weiteren Ortsauswahl gehört auch Matalascañas.
Kultur und Wallfahrt
Die Bauarbeiten am Santuario y Aldea de El Rocío fanden von 1964 bis 1969 statt. Das Museo Tesoro de la Virgen del Rocío bewahrt historische und kunsthistorische Elemente des Kulturerbes dieser jahrhundertealten religiösen Institution und zeigt sie in seiner Ausstellung. Das Centro de Interpretación de El Rocío vermittelt die Geschichte, Kultur und Traditionen der Siedlung.
Im Zusammenhang mit dem Heiligtum können Pilgerreisen organisiert werden. Die Romería del Rocío findet in den Tagen vor Pfingsten statt. Ihr Termin ist variabel und liegt zwischen Mai und Juni. Bei der Romería del Rocío erreichen die Pilger die Siedlung traditionell zu Fuß und mit Karren.
Die variable Terminlage ist für die zeitliche Einordnung des Festes maßgeblich: Zwischen Mai und Juni verschiebt sich die Romería im Kalender, weil sie an die Tage vor Pfingsten gebunden ist. Ihre traditionelle Ankunftsform bleibt dabei klar beschrieben; die Pilger erreichen El Rocío zu Fuß und mit Karren.
Am Marisma-Aussichtspunkt des Paseo Marismeño steht eine lebensgroße Darstellung eines Tamborilero, einer für die Romería del Rocío unverzichtbaren Figur.
Natur und Landschaft
Der Paseo Marismeño verläuft durch ein Marschland nahe dem Heiligtum. Dort lassen sich ganzjährig Pferde und Fohlen beobachten. Zu den Feuchtgebietsvögeln gehören Löffler, Flamingos, Sichler und Reiher.
Die Acebuches de El Rocío bewahren einen Rest des ursprünglichen mediterranen Waldes. Der Acebuche El Abuelo ist schätzungsweise mehr als 600 Jahre alt. Bei den Acebuches de El Rocío beginnt der Nationalpark Doñana.
Auf dem Sendero Charco de la Boca kommen im Frühjahr und Sommer unter anderem Störche, Reiher und Schwalben aus Afrika an. El Rocío ist über einen Weg erreichbar, der am Nationalpark Doñana entlangführt.
Auch die Jahreszeit gehört zur Beschreibung der Wege durch die Landschaft. Auf dem Sendero Charco de la Boca werden Frühjahr und Sommer ausdrücklich mit dem Eintreffen von Störchen, Reihern und Schwalben aus Afrika verbunden. Am Paseo Marismeño steht dagegen die ganzjährige Beobachtung von Pferden, Fohlen und Feuchtgebietsvögeln im Vordergrund.
Wege und Entfernungen
Die Ruta del traslado ist eine 15 Kilometer lange Route zwischen der Wallfahrtskapelle von El Rocío und der Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción in Almonte.
Der Camino del Rocío a Santiago de Compostela beginnt am Santuario de la Virgen del Rocío. Er ist 211 Kilometer lang und verläuft über Wege mit großer natürlicher und monumentaler Vielfalt.
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