Cartaya: Pinien, Marschland und Baukultur

Die Pinares de Cartaya umfassen ungefähr 11.500 Hektar. Das Gebiet besitzt ökologischen und landschaftlichen Wert; zur mediterranen Vegetation kommen eine Vogelwelt und kleine Wirbeltiere. In den Pinares de Cartaya gibt es Wanderwege, Picknickplätze und Erholungsbereiche.

Natur und Wege

Der Sendero Marismas de San Miguel ist 1.720 Meter lang, hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad und dauert etwa 52 Minuten. Er führt durch Marschland mit salz- und überschwemmungstoleranter Vegetation sowie beobachtbarer Vogelwelt. Der Anfangsabschnitt des Sendero Río Piedras ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst. Dieser Abschnitt verfügt über vier mit Bänken ausgestattete Ruhebereiche. Der Río-Piedras-Weg ist ausschließlich für Fußgänger bestimmt; Fahrräder und motorisierte Fahrzeuge sind dort verboten.

Küste und Flusslandschaft

Die Marismas del Río Piedras y Flecha del Rompido sind als andalusisches Feuchtgebiet, Paraje Natural, LIC und ZEPA geschützt. An der Mündung des Río Piedras verbinden sie Watt- und Marschflächen mit einer etwa zehn Kilometer langen sandigen Küstenformation. Im Gebiet der Marismas del Río Piedras werden Wassersport, Flussausflüge, Sportfischen, Tauchkurse und Windsurfen angeboten. Der Strand Playa Nuevo Portil in Cartaya hat ruhiges Wasser und erstreckt sich auf einer Länge von 1.500 Metern unterhalb von Klippen. Der alte Leuchtturm der Faros de El Rompido wurde 1861 nach einem Entwurf von Ángel Mayo errichtet.

Kultur

Das Castillo de los Zúñiga steht im Zentrum des Stadtgebiets von Cartaya und wurde 1985 zum Bien de Interés Cultural erklärt. Es besitzt sieben quadratische Türme; seine Mauern sind acht Meter hoch und insgesamt 130 Meter lang. Das Castillo de los Zúñiga wird für Festivals, Aufführungen und zivile Veranstaltungen genutzt.

Die Iglesia parroquial de San Pedro wurde zwischen 1575 und 1606 erbaut und zählt zu den bedeutenden Renaissancekirchen Westandalusiens. Sie beherbergt eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Sammlung von Szenen aus dem Leben des heiligen Franz von Assisi. Das ursprüngliche Gebäude der Casa Consistorial, bekannt als Casas Capitulares, wurde 1555 über dem Pósito de los Pobres errichtet. Die Casa Consistorial liegt an der Plaza Redonda in Cartaya. Die Plaza Redonda gilt als bürgerliches und repräsentatives Zentrum von Cartaya.

Bauwerke und Ortsgeschichte

Das Convento de Mercedarios Descalzos de la Santísima Trinidad ist in Cartaya als Monumento und Bien de Interés Cultural eingetragen. Seine Klosterkirche beziehungsweise Kapelle ist der älteste Teil des Komplexes und wurde zwischen 1624 und 1628 erbaut. Der Neubau des Convento de Mercedarios Descalzos de la Santísima Trinidad wurde zwischen 1774 und 1778 errichtet.

Das Centro de Interpretación El Faro vermittelt die Geschichte der Fischerei in der Gemeinde Cartaya. Dort sind die Linse des alten Leuchtturms und Informationen über die Wachtürme der Provinz Huelva zu sehen. Außerdem vermittelt das Zentrum die geschützten Marschflächen, Feuchtgebiete und Vögel der Region sowie den Pinienbestand von Cartaya.

Feste

Die Feria de Octubre findet jeden Herbst zu Ehren der Virgen del Rosario, der Schutzpatronin von Cartaya, statt. Sie blickt auf mehr als 60 Jahre Geschichte zurück und wurde 1964 erstmals veranstaltet. Während ihres fünftägigen Programms umfasst sie Ausstellungen zu Viehzucht, Landwirtschaft, Automobilen und Handel.

Eine rechteckige Gezeitenmühle bewahrt große Teile ihrer Mauern aus Bruchstein und Ziegeln, die Cárcavos sowie den Bogen der Schleusenöffnung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.

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