Yegen: Landschaft, Wege und Mudejar-Kultur

File:Espagne Les Alpujarras Yegen - panoramio.jpg File:Espagne Les Alpujarras Yegen - panoramio.jpg Foto: rene boulay via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Landschaft

Yegen liegt an einem sanften Berghang. An diesem Hang wachsen Obstbäume und Pappeln. Mehrere kleine Bäche fließen durch den Hang. Von Yegen bieten sich Ausblicke auf die Sierra de Lújar und die Contraviesa. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Meer. Die Wege rund um Yegen führen durch dicht bewachsene Bereiche. Dort finden sich Wildfrüchte und jahrhundertealte Kastanienbäume. In diesen Bereichen leben zahlreiche Vogelarten. Das Wegenetz der Gemeinde ist ausgeschildert. Es gilt als leicht zu verfolgen.

Wege und Routen

Die Ruta G ist eine Rundroute. Start und Ziel liegen in Yegen. Die Route erreicht die Grenze des Nationalparks Sierra Nevada. Der Sendero Las Encinas verbindet Mecina Bombarón und Yegen. Seine Strecke ist fünf Kilometer lang. Sie verläuft durch die Landschaft der Sierra.

Der Sendero Gerald Brenan beginnt am früheren Haus des Schriftstellers. Er führt durch Yegen. An der Fuente Camellona endet der Weg. Von der Fuente Camellona führt der Sendero hinunter zum Peñón del Fuerte. Der Sendero de las Acequias beginnt im oberen Teil von Yegen. Sein Ausgangspunkt liegt am Viertel Plaza Vieja. Er führt am Becken Balsa del Castillo vorbei. Anschließend verläuft er in Richtung Castañías. Das traditionelle Bewässerungssystem der Acequias ist in Yegen seit fast 800 Jahren erhalten.

Die Wegnamen machen die Landschaft zugleich über konkrete Ortsbezüge lesbar. Plaza Vieja, Balsa del Castillo, Castañías und Fuente Camellona benennen Stationen, während der Peñón del Fuerte als Zielpunkt und historischer Ort im Wegenetz erscheint. Auch die Verbindung zwischen Mecina Bombarón und Yegen erweitert den Blick über den unmittelbaren Ortskern hinaus. Wer sich mit Yegen beschäftigt, begegnet damit einer Landschaft, in der Wasserführung, Wege, Gebäude, Festung, Literatur und fotografisch festgehaltene Dorfgeschichte eng nebeneinanderstehen und verschiedene Zeiten des Ortes sichtbar werden.

Ein weiterer hier vorgestellter Ort ist Mecina-Bombarón.

Ortsbild und Baukultur

Traditionelle alpujarrische Häuser prägen das Ortsbild von Yegen. Sie haben zwei oder drei Geschosse. Zu ihnen gehören flache Launa-Dächer. Dachterrassen und Tinaos gehören ebenfalls zu diesen Häusern. Die Iglesia del Dulce Nombre del Niño Jesús besitzt eine kunstvoll ausgeführte Mudejar-Holzdecke. Trotz mehrfacher Umbauten bewahrt die Kirche eine Mudejar-Holzkonstruktion. Diese Konstruktion ist interessant und weist unterschiedlich gestaltete Kragfiguren auf.

Der Peñón del Fuerte ist eine Festung aus dem 11. Jahrhundert. In dieser Festung suchten die letzten Morisken von Yegen Zuflucht.

Literatur und Fotografie

Der englische Schriftsteller Gerald Brenan lebte sieben Jahre in Yegen. Er verfasste das Werk „Al Sur de Granada“. Das Museo Fotográfico de Van Hannsen enthält zahlreiche Fotografien. Die Aufnahmen zeigen ausschließlich das Dorf und seine Bewohner. Sie dokumentieren die Geschichte Yegens von 1959 bis 1989.

Anfahrt

Die Straßenroute nach Yegen führt über Laroles, Mairena, Mecina Alfahar und Válor.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alpujarra De La Sierra.

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