Ventorros de San José: Sierra Martilla und Pilgerroute

File:Ventorros de San José desde el Cerro Gordo.jpg File:Ventorros de San José desde el Cerro Gordo.jpg Foto: Josern7 via Wikimedia Commons, CC0

Wege zur Sierra Martilla

Ventorros de San José ist Ausgangspunkt einer Wanderroute zur archäologischen Fundstätte Sierra Martilla. Die Route führt über Erdwege und Asphaltwege zur Fundstätte. Sie ist 12,03 Kilometer lang und als leicht eingestuft. Von Ventorros de San José aus ist die Fundstätte außerdem über den Camino de las Rozuelas erreichbar. Sie liegt von dort etwa 4,5 Kilometer entfernt. Die genannten Wegmerkmale machen sichtbar, dass hier sowohl der Ausgang im Ort als auch der Verlauf bis zur Fundstätte beschrieben sind.

Kultur und Landschaft

Sierra Martilla ist als unbewegliches Kulturerbe Andalusiens ausgewiesen. Zugleich ist die Fundstätte archäologisch charakterisiert. Sie liegt auf einer ausgedehnten Hochebene aus bioklastischem Kalksandstein in 800 Metern Höhe. Sierra Martilla bewahrt römische Materialien, westgotische Bestattungen und einen arabischen Wachtturm.

Die Encina de Ventorros de San José gilt aufgrund ihrer Höhe und ihrer sehr breiten, kreisförmigen Krone als außergewöhnliches Exemplar.

Geschichtliche Orte

Ventorros de San José war früher eine Venta, in der Fuhrleute übernachteten und ihre Tiere versorgten. Der Ort lag an einer Kreuzung, über die Waren aller Art transportiert wurden.

Cerro Gordo ist ein felsiges Massiv mit ehemaligen Steinbrüchen. Diese Steinbrüche gaben einst den Bewohnern der Umgebung Arbeit. Cortijo Cevico (Ventorros de San José-Loja, Granada) gilt als der erste in dieser Region erfasste Marmorsteinbruch zur Herstellung von Rohlingen für Armreifen.

Verbindungen und Wallfahrt

Ein bedarfsabhängiger Busdienst verbindet Ventorros de San José an Werktagen mit Zagra, Fuentes de Cesna und Loja.

Von Ventorros de San José führt eine traditionelle Wallfahrt zum Heiligtum der Virgen de la Piedad in Iznájar. Sie wird als jahrhundertealte Pilgerfahrt bezeichnet. Die Strecke ist 19 Kilometer lang und weist einen mäßigen technischen Schwierigkeitsgrad auf. Die ersten schriftlichen Belege für die traditionelle Pilgerroute von Ventorros de San José zum Heiligtum der Virgen de la Piedad in Iznájar stammen aus dem Jahr 1600. Damit reicht die schriftlich belegte Überlieferung dieser Route bis in das Jahr 1600 zurück, während ihre Bezeichnung als jahrhundertealte Pilgerfahrt eine längere Tradition benennt.

Feste und regionale Erzeugnisse

Die Genossenschaft Cerro Gordo bietet geführte Besichtigungen ihrer Anlagen an. Für den 19. März sind die Fiestas de Ventorros de San José verzeichnet.

Die Feria de la Tapa de Ventorros de San José erreichte ihre 11. Ausgabe. Sechs gastronomische Betriebe des Ortes boten dabei Speisen im Kleinformat an.

Los Gallombares ist eine Genossenschaft in der Gegend von Loja. Sie produziert, verarbeitet und vermarktet grünen Spargel. Grünen Spargel bietet die Genossenschaft ganzjährig an.

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