Restábal: Kulturerbe, Mudéjar-Kirche und Wege im Valle de Lecrín
Das Castillo de Restábal ist unter der Kennung 4106 als Kulturerbeobjekt verzeichnet. Die Festung stammt aus der Nasridenzeit des 14. Jahrhunderts und diente als Kontrollpunkt für die umliegenden Bauernhöfe. Zu den bedeutendsten erhaltenen Überresten gehört eine große rechteckige Zisterne, die in vier parallele Abschnitte unterteilt ist.
Kultur und Geschichte
Auch die Iglesia de San Cristóbal gehört zur historischen Prägung von Restábal. Die Kirche ist ein Mudéjar-Bau aus dem 16. Jahrhundert und zählt zu den ältesten Kirchen im Valle de Lecrín. Bei einem Brand im Jahr 1965 gingen wertvolle historische Archive verloren, die in der Iglesia de San Cristóbal aufbewahrt wurden.
Eine Tafel erklärt, dass die Königliche Straße von Granada nach Motril bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts durch Restábal führte. Damit verweist ein konkreter Ortshinweis auf die frühere Verbindung zwischen den beiden Städten. Der ehemalige Fischmarkt von Restábal wurde in modernem Stil renoviert.
Die historischen Spuren reichen von der Nasridenzeit über die frühere Verkehrsroute bis zu den erhaltenen Bauteilen des Castillo. Neben der rechteckigen Zisterne gehört auch die Geschichte der Iglesia de San Cristóbal mit ihren verlorenen Archiven zu den markanten Kapiteln der Ortsgeschichte.
Wege rund um Restábal
Der Verlauf des GR-7 in Granada führt zwischen Saleres und Melegís über Restábal. Der GR-7 in Granada ist ausgeschildert und homologiert. Er kann zu Fuß, zu Pferd und mit dem Mountainbike begangen werden, jedoch nicht auf seiner gesamten Länge. Die Strecke verbindet damit mehrere Fortbewegungsarten, wobei die Möglichkeit jeweils auf den dafür geeigneten Abschnitten des Weges gilt.
Eine weitere Route ist die Ruta del Azahar. Sie erreicht Restábal an der Straße GR-3204 und verläuft dort auf wenigen Metern gemeinsam mit dem GR-7. Zwei benannte Wege berühren den Ort somit auf klar voneinander beschriebenen Streckenabschnitten: Der GR-7 führt zwischen Saleres und Melegís über Restábal, während die Ruta del Azahar an der GR-3204 ankommt und nur kurz denselben Verlauf nutzt.
Landschaft und Ausblicke
Die Puente del río Torrente bietet einen Blick auf das Ortszentrum von Restábal. Östlich von Restábal weist der Barranco de Alas durch Wasser in den Kalkstein erodierte Höhlenbereiche auf. Vom Gipfel des Cerro de los Canjorros bietet sich ein Panoramablick auf das Valle; der Zugang erfolgt über den Barranco de las Arenas.
Auch das Ufer des Embalse de Béznar gehört zum beschriebenen Umfeld. Der Bereich Cortijo de Budas ist von Restábal aus nach einem zehnminütigen Weg durch Orangen- und Oliventerrassen erreichbar. Vom Aussichtspunkt sind der untere Teil von Restábal und das umschlossene Ortszentrum von Melegís zu sehen. So stehen beim Blick auf die Umgebung unterschiedliche Landschaftsbilder nebeneinander: das Ortszentrum von der Brücke, erodierte Kalksteinbereiche im Barranco de Alas, der Blick über das Valle vom Cerro de los Canjorros und das Ufer des Stausees hinter den Terrassen.
Anreise
Restábal ist über die A-44 in Richtung Armilla–Motril erreichbar. Die Anfahrt führt über die Ausfahrt 160 für Lecrín–El Valle und anschließend über GR-SO-24 und GR-110 bis ins Ortszentrum.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: El Varadero.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
