Motril: Kultur, Natur und Küste erleben
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Foto: Rab Lawrence via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Wer Urlaub in Motril plant, findet einen Ort mit sehr unterschiedlichen Besuchsanlässen: Das Santuario de Nuestra Señora de la Cabeza verweist auf die Nasridenzeit, die Charca de Suárez auf eine artenreiche Feuchtzone, während Hafen und Strand die maritime Seite prägen. Dazu kommen eine historische Zuckerfabrik, traditionelle Rumherstellung und zahlreiche Möglichkeiten für aktive Tage.
Kulturgeschichte zwischen Festung und Zuckerfabrik
Das Santuario de Nuestra Señora de la Cabeza de Motril steht auf den Ruinen einer nasridischen Festung, die der Königin Aixa Alhorra als Residenz diente. Im Santuario können Besucher das Marienkabinett, den Ausstellungsraum für sakrale Gegenstände und den Glockenturm besichtigen. So lässt sich der Ort nicht nur als religiöses Bauwerk, sondern auch über seine sichtbaren historischen Ebenen wahrnehmen.
Die Iglesia Mayor de la Encarnación wurde Anfang des 16. Jahrhunderts über der früheren Hauptmoschee errichtet. Reste des muslimischen Minaretts sind erhalten und werden als Torre de la Vela bezeichnet. Wer sich für die Verbindung verschiedener Epochen interessiert, findet in Motril außerdem die Route Motril Nazarí & Mudéjar. Sie folgt dem mittelalterlichen Stadtgrundriss und den Stadtmauern von Motril.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Industriegeschichte. Die Fábrica Azucarera Nuestra Señora del Pilar wurde 1883 eingeweiht und ist die einzige Zuckerfabrik Motrils, die nahezu vollständig erhalten ist. Bei einem Rundgang können originale Anlagen wie der Schornstein, Dampfmaschinen und Produktionsbereiche besichtigt werden. Damit führt die Route durch Motril von religiösen und städtischen Zeugnissen bis zu den technischen Spuren der Zuckerproduktion.
Feuchtzone, Strand und Aktivitäten in Motril
Die Feuchtzone Charca de Suárez liegt im Gemeindegebiet von Motril in der Nähe der Playa de Poniente. In der Reserva Natural de la Charca de Suárez können mehr als 200 Tierarten beobachtet werden, überwiegend Vögel. Für die Planung ist die Brutzeit wichtig: Von März bis Mai sind Besuche auf geführte Rundgänge mit einer Dauer von eineinhalb Stunden beschränkt.
Zu den Möglichkeiten des Aktivtourismus in Motril gehören Surfen, Kitesurfen, Windsurfen, Wandern und Radfahren. Ein ausgedehnter, familienfreundlicher Strand in Motril verfügt über eine Promenade und eignet sich für Aktivitäten und Konzerte im Freien. Der Hafen von Motril weist zugleich bedeutende Fischerei-, Handels- und Freizeitaktivitäten auf. Naturbeobachtung, Bewegung und maritime Eindrücke bilden dadurch unterschiedliche Akzente innerhalb eines Aufenthalts.
Rumtradition und tropischer Garten
Bei Ron Montero vermittelt das Besuchserlebnis die Geschichte des Rums und den Herstellungsprozess und endet mit einer Verkostung. Ron Montero stellt weiterhin handwerklich Rum nach dem traditionellen Reifungssystem aus Solera und Criaderas her. Geführte Besichtigungen der Bodega Ron Montero finden montags bis samstags auf Französisch, Spanisch und Englisch statt.
Casa de los Bates bietet agrotouristische Besichtigungen ihres tropischen Gartens mit der Möglichkeit zur Verkostung saisonaler Erzeugnisse an. Neben Bau- und Industriegeschichte gehören damit auch Herstellungswissen, Gartenkultur und saisonale Produkte zu den konkreten Erlebnissen, die Motril als Reiseziel auszeichnen.
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