Montejícar: Historische Orte, Feste und Wege
Bauwerke mit eigener Geschichte
Montejícar verbindet geschichtliche Bauwerke mit Wegen durch Natur- und Kulturräume. Besonders prägt das Castillo de Montejícar den historischen Charakter des Ortes: Es ist seit 1985 als Bien de Interés Cultural geschützt und kann über einen Zugang am Osthang besichtigt werden. Die Iglesia de San Andrés ergänzt diesen Schwerpunkt mit einer eigenen Zeitschicht. Die Kirche aus dem 16. Jahrhundert wurde über der früheren Moschee errichtet und besitzt einen 35 Meter hohen Glockenturm. Beide Bauwerke setzen unterschiedliche Akzente zwischen Wehrgeschichte und sakraler Architektur.
Routen für Wandern und Radfahren
Wer Montejícar zu Fuß erkunden möchte, findet mehrere Routen mit klaren thematischen Schwerpunkten. Die Ruta Camino Histórico ist eine etwa 12 Kilometer lange Rundroute, die zu Fuß begehbar ist; außerdem ist sie sowohl für den Ökotourismus als auch für den Kulturtourismus vorgesehen. Die Ruta Patrimonial ist eine zu Fuß begehbare Besucherroute durch Naturräume, archäologische Stätten sowie monumentale und ethnologische Kulturstätten. Bergbezogene Eindrücke bietet die Ruta Alta Coloma: Sie beginnt im Ortsgebiet von Montejícar und führt zum Gipfel Alta Coloma auf 1.696 Metern Höhe. Die Ruta Fuentes verläuft überwiegend über ausgeschilderte Wege, die sich auf den meisten Abschnitten zum Wandern oder Radfahren eignen.
Quellen, Brücken und alte Verkehrswege
Auch einzelne Landschaftspunkte verbinden Natur und Geschichte auf eng gefasste Weise. Fuente Cabra verbindet eine Wasserquelle mit ihrem Umfeld, einem Amphitheater und dem Beginn des Aufstiegswegs zum Castillo Árabe. Der Puente Romano steht über dem Fluss Guadahortuna; neben der Brücke sind die Reste eines Wehrturms und eines Mauerabschnitts erhalten. Der Camino de los Arrieros ist eine antike Römerstraße, die die Städte Cástulo bei Linares und Cartago Nova bei Cartagena verband; einige Abschnitte dieser Verkehrsinfrastruktur sind bis heute erhalten. So führen die Wege in Montejícar von Quellen und Flussläufen bis zu erhaltenen Spuren von Befestigung und Fernverkehr.
Feste und Zeugnisse des Alltags
Zur kulturellen Seite Montejícars gehören außerdem religiöse Feste und lokale Traditionen. Zu Ehren der Virgen de la Cabeza, der Schutzpatronin des Ortes, findet Anfang August eine traditionelle Darstellung von Moros y Cristianos statt. Diese Darstellung gilt als die einzige dieser Art in der Comarca. Die Romería de San Isidro findet am 15. Mai in den Eras Altas statt, während der Día de la Torta Familientreffen auf dem Land umfasst. Die Ermita de la Virgen de la Cabeza umfasst einen aus dem frühen 17. Jahrhundert stammenden Kapellenbereich mit bemalten Türen sowie eine 70 Zentimeter hohe polychrome Holzfigur. El Cañuelo ist ein 1930 errichtetes Waschhaus, das 2008 nach einem Restaurierungsprojekt wieder geöffnet wurde und eine frühere gemeinschaftliche Waschtradition veranschaulicht.
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