Alamedilla: Geologie, Geschichte und lokale Traditionen
Geologie und Landschaft
Alamedilla verbindet geologische Besonderheiten mit Bauwerken, landwirtschaftlichen Geräten, Espartokörben und Festen. Die Lavas almohadilladas de Alamedilla sind ein geologischer Ort von Interesse im Geopark Granada innerhalb der Gemeinde Alamedilla. Sie bestehen aus Aufschlüssen basischer Vulkangesteine mit Kissenlava-Strukturen, die durch untermeerische Lavaausbrüche entstanden sind. Sie sind ein international bedeutender petrologisch-geochemischer Geostandort mit wissenschaftlicher und geotouristischer Nutzung. Das Oberkreide-Eozän von Alamedilla ist ein stratigrafischer Geostandort von nationaler Bedeutung mit geotouristischer und didaktischer Nutzung.
Die Route Alamedilla-El Peñon führt durch Ackerland, sanfte Geländeformen und ländliche Landschaften des Geoparks. Der Mirador del Cerro San Juan bietet einen Blick auf Alamedilla und seine Umgebung. Von dort aus lassen sich Aufschlüsse erkennen, die Hinweise auf das Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum vor 56 Millionen Jahren geben. Die Piedras de La Solana bilden eine zerklüftete Formation aus drei riesigen Felsen. Aufgrund gefundener Keramikreste und Gräber mit Beigaben dürften sie als muslimischer Zufluchtsort oder natürliche Burg gedient haben. Wegen der Fragilität des Aufschlusses der Lavas almohadilladas de Alamedilla ist besondere Vorsicht geboten, damit er nicht beschädigt wird.
Bauwerke und Ortsgeschichte
Im Ortskern gilt die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Anunciación als das markanteste Gebäude von Alamedilla. Die Kirche Nuestra Señora de la Anunciación wurde zwischen 1489 und 1568 errichtet und besitzt drei Schiffe, die durch drei Rundbögen voneinander getrennt sind. Die Ermita de San Antonio besteht aus einem einzigen rechteckigen Schiff.
Der ethnologische Bereich des Museo Local zeigt landwirtschaftliche Geräte, die von den Eltern und Großeltern der Einwohner genutzt wurden. Der prähistorische Bereich des Museo Local umfasst Fossilien aus dem Gebiet von Alamedilla, darunter einen 40 Kilogramm schweren Ammoniten. In der näheren Umgebung von Alamedilla liegt die Puente del Hacho in Guadahortuna an der Grenze zu Alamedilla, am Ausgang des Bahnhofs Alamedilla-Guadahortuna. Das Metallviadukt ist 624,85 Meter lang und erreicht eine maximale Höhe von 49,85 Metern; am 22. März 1898 wurde es in Betrieb genommen. Cortijo del Hacho ist eine archäologische Fundstätte mit einer bronzezeitlichen Nekropole aus der Zeit um 2700 v. Chr.
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Feste, Handwerk und Küche
Ältere Einwohner von Alamedilla fertigen aus Espartogras Körbe an, teils für den eigenen Gebrauch und teils zum Verkauf. Um den 19. März finden in Alamedilla Fiestas zu Ehren des Santo Cristo de la Luz statt. Mitte August gibt es eine Kulturwoche mit Theater, Musik und Film. Die Fiesta del Emigrante findet am 15. August statt und ist den Menschen aus Alamedilla gewidmet, die heute anderswo leben.
Zu den charakteristischen Gerichten von Alamedilla zählen Gachas, Lamm- und Ziegenkitzbraten sowie in Öl eingelegte Rippchen. Bei den Süßspeisen sind Mandelgebäck und besonders Almendrados hervorzuheben. Olivenöl aus Alamedilla trägt die Herkunftsbezeichnung Montes de Granada.
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