Olvera – Geschichte, Landschaft und Olivenöl

Olveras historisches Stadtzentrum ist als historische Stätte („Conjunto Histórico“) ausgewiesen.

Kultur

Das Castillo Árabe de Olvera wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und war Teil des Verteidigungssystems des Nasridenkönigreichs von Granada. Seit 1985 ist es als „Bien de Interés Cultural“ in der Kategorie der Wehrarchitektur ausgewiesen. 1327 wurde die Burg von christlichen Truppen eingenommen und anschließend zu einer Bastion der Krone von Kastilien. Das Barrio de la Villa, die Plaza de la Iglesia und das Castillo bildeten die arabische Almedina von Olvera, die 1327 von Alfons XI. erobert wurde.

Die Iglesia Parroquial de Olvera wurde über der früheren gotisch-mudéjarischen Hauptkirche errichtet; deren Apsis ist noch erhalten. Im Jahr 1843 wurde sie im neoklassizistischen Stil fertiggestellt. Im Ortskern stehen damit mittelalterliche Befestigungselemente neben der im 19. Jahrhundert fertiggestellten Kirche. Die Muralla Urbana von Olvera bewahrt Türme und Mauerabschnitte der mittelalterlichen Befestigungsanlage. Das Barrio de la Villa weist durch das Gelände geprägte, schmale und unregelmäßige Gassen, weiß getünchte Fassaden und Zugänge über Treppen auf.

Das restaurierte Kulturzentrum La Cilla beherbergt das Kulturzentrum „Olvera, La Frontera y Los Castillos“ und umfasst eine archäologische Ausstellung. Die Casa de La Cilla diente ursprünglich der Sammlung von Getreide, Früchten und Erzeugnissen der Ernten aus dem Gemeindegebiet von Olvera, die dem Herzogtum gehörten. So verbindet dieser Ort seine frühere Funktion als Sammelstelle mit der heutigen kulturellen Nutzung und der archäologischen Ausstellung.

Landschaft

Bewaldete Hügel und Olivenfelder umgeben Olvera. Die Vía Verde de la Sierra ist eine mehr als 36 Kilometer lange Route zwischen Olvera und Puerto Serrano, die dem ehemaligen Bahntrassenverlauf Jerez–Almargen folgt. Die Route umfasst 30 Tunnel und vier Viadukte. Sie beginnt am ehemaligen Bahnhof der Gemeinde Olvera unterhalb des historischen Schlosses und kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd befahren beziehungsweise begangen werden. Länge, Tunnel und Viadukte kennzeichnen dabei den Verlauf der früheren Bahntrasse.

Natur

Im weiteren regionalen Umfeld von Olvera liegt das Naturschutzgebiet Peñón de Zaframagón, das eine der größten Gänsegeierkolonien Europas beherbergt.

Glaube und Tradition

Das Santuario Los Remedios ist ein Tempel aus dem 18. Jahrhundert, in dem die Schutzpatronin von Olvera, die Virgen Nuestra Señora de los Remedios, verehrt wird. Die Romería del Lunes de Quasimodo wird rund um das Santuario Los Remedios am zweiten Montag nach der Auferstehung gefeiert.

Genuss

Olivera ist eine jährlich in Olvera stattfindende Messe des Olivenanbaus und des nativen Olivenöls extra. Zum Programm von Olivera gehören Olivenölverkostungen sowie geführte Besichtigungen von Kooperativen und Ölmühlen.

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Weitere Ziele

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