Jimena de la Frontera: Historischer Komplex, Felskunst und Naturwege
File:Phytolacca acinosa, Jimena de la Frontera, Cádiz, Spain (1).jpg
Foto: gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Historischer Charakter in Jimena de la Frontera
Jimena de la Frontera wurde am 24. Februar 2004 zum Historischen Komplex erklärt. Im Mittelpunkt steht ein Ortsbild, das enge Straßen, kleine Plätze und unregelmäßige Häuserblocks bewahrt. Diese Formen gelten als charakteristisch für die Stadtplanung der muslimischen Epoche. Wer durch den Ort geht, begegnet damit nicht nur einzelnen Bauwerken, sondern auch einer gewachsenen räumlichen Struktur, in der Straßenführung und Platzfolgen eine eigene Rolle spielen.
Felskunst auf dem Gut Altabacar
Im Gemeindegebiet von Jimena de la Frontera liegt auf dem Gut Altabacar der Felsunterstand Laja Alta. Er gilt als einer der repräsentativsten Felsunterstände der südlichen Felskunst. Die Malereien umfassen anthropomorphe Figuren, Tierdarstellungen, Idole und Bootsszenen. Laja Alta verbindet dadurch einen konkreten Ort mit unterschiedlichen Bildmotiven; für die Betrachtung lassen sich menschliche Darstellungen, Tiere, religiös oder symbolisch deutbare Figuren und Boote nebeneinander wahrnehmen.
Wege zwischen Fluss und Wald
Der Weg Laja Alta führt zunächst durch Bestände von wilden Olivenbäumen, Johannisbrotbäumen und Erdbeerbäumen und anschließend durch einen Korkeichenwald. Eine andere Landschaftsperspektive eröffnet der Weg am Río Hozgarganta: Er verläuft parallel zum Fluss und führt um den Cerro de San Cristóbal herum. Der letzte Abschnitt liegt auf einem gepflasterten Weg und führt durch in den Fels gehauene Passagen. In der Nähe befindet sich ein Bereich, in dem das Wasser tiefer ist und Baden ermöglicht.
Bauwerke mit unterschiedlichen Zeitebenen
Die Kirche La Misericordia wurde etwa im 15. Jahrhundert erbaut. Heute ist sie vollständig restauriert und als Mehrzwecksaal der örtlichen Gemeindeverwaltung eingerichtet. Über der antiken römischen Stadt Oba erhebt sich der Burgkomplex. So stehen in Jimena de la Frontera ein historischer Ortskern, mittelalterliche beziehungsweise frühere Baugeschichte und eine heutige kommunale Nutzung in unterschiedlichen räumlichen Zusammenhängen nebeneinander.
Weitere Orte im regionalen Umfeld
Im weiteren regionalen Umfeld von Jimena de la Frontera liegt Castillo del Águila, ein Schloss. Ebenfalls dort liegen Los Castillejos de Alcorrín, eine antike Stätte, Cerro Redondo oder Cerro Los Canos, eine antike Stätte, sowie Montilla, eine antike Stätte. Diese Orte ergänzen das Spektrum um weitere historische Bezugspunkte, ohne den Blick auf den Ortskern und die Felskunst von Jimena de la Frontera zu ersetzen.
Zum weiteren regionalen Umfeld gehören außerdem Pico del Montero, ein Gipfel, und Aljibe, ein Berg. Playa Cubanga und Cala Sardina sind dort als Strände verortet. Im Canal de Artillería de Carlos III können Sie die Ruhe und die Vögel des Naturparks Los Alcornocales genießen. Für die Planung von Besichtigungen und Wegen eröffnet Jimena de la Frontera damit mehrere Beobachtungsebenen: historische Räume, Felsbilder, Flusslandschaften, Wald und Naturpark sowie einzelne Ziele im weiteren Umfeld.
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