Espera entdecken: Kulturroute und archäologische Spuren

File:Espera-P1000596.JPG File:Espera-P1000596.JPG Foto: El Pantera via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Espera verbindet eine Route durch weiße Straßen, einen beherrschenden Burghügel und archäologische Zeugnisse aus mehreren Epochen. Die Cultural Tourist Route führt hinauf zum Castillo de Fatetar und eröffnet Panoramablicke auf den Ort und die Comarca. Im Museo Arqueológico reicht der zeitliche Bogen von prähistorischen Werkzeugen bis zum Alltag in den römischen Städten Carissa Aurelia und Esperilla. So begegnen Ihnen in Espera konkrete Spuren von Landschaft, Geschichte und Ortsleben.

Zu Fuß durch Esperas Geschichte

Das Ayuntamiento de Espera bietet eine spanischsprachige Führung durch die Ruta Turístico cultural an, die im Voraus reserviert werden muss. Die geführte Cultural Tourist Route führt durch die typischen weißen Straßen Esperas an den Hängen hinauf zum Castillo de Fatetar. Für diese Strecke sind ungefähr zweieinhalb Stunden vorgesehen. Die ungefähre Dauer von zweieinhalb Stunden lässt sich bei der Planung eines Rundgangs durch Espera berücksichtigen. Wer die Cultural Tourist Route selbstständig absolvieren möchte, kann an jedem zu besichtigenden Monument QR-Codes scannen. Der Treffpunkt für die Route befindet sich bei der Oficina de Turismo in der Calle Los Toros. Dort gibt es Parkplätze sowie einen reservierten Stellplatz für Besucher mit eingeschränkter Mobilität.

Weitere Orte im Umfeld:Zahara, Setenil, Los Barrios, Solete Alto, La Línea De La Concepción, San José Del Valle, El Romero, Barbate

Archäologie vom Paläolithikum bis zur Römerzeit

Das Museo Arqueológico in Espera zeigt Funde aus den beiden wichtigsten archäologischen Fundstätten sowie aus weiteren kleineren Fundstätten im Gemeindegebiet. Im Erdgeschoss werden prähistorische Werkzeuge vom Paläolithikum bis zur späten Bronzezeit gezeigt. Dazu gehören bearbeitete und polierte Steinwerkzeuge, Handmühlen sowie Bronze- und Keramikgeräte. Im ersten Stock zeigt das Museum Architektur, Handel, Häuser, Berufe und Kleidung aus dem römischen Stadtleben in Carissa Aurelia und Esperilla.

Gebäude mit eigener Geschichte

Die Casa Cilla o Molino de los Diezmos ist ein barockes Gebäude aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Sie wurde eigens zur Aufnahme der abgeschafften Zehnten in Form von Naturalabgaben errichtet. Zugleich ist sie die einzige Cilla-Ölmühle in der Provinz Cádiz. Ihre vollständige funktionale Struktur blieb erhalten; außerdem wurde sie weiterhin als Ölmühle mit moderner Maschinerie betrieben.

Castillo de Fatetar und Carissa Aurelia

Das Castillo de Fatetar beherrscht den Hügel, an dessen Hang Espera liegt, und übt direkte Kontrolle über den Río Salado sowie über Teile der Campiña und des Vorlandes aus. Einen weiteren archäologischen Schwerpunkt bildet die iberorömische Stadt Carissa Aurelia, die 7 Kilometer von Espera entfernt liegt. Dort bewahrt eine Nekropole verschiedene Bestattungsformen, darunter Gräber, Mausoleen und in den Fels gehauene Hypogäen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cadiz.

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